Nur Prevc besser: Freitag jubelt in Garmisch über Podest-Premiere

Selina Freitag (l.) startet mit einem Erfolgserlebnis ins neue Jahr
Selina Freitag (l.) startet mit einem Erfolgserlebnis ins neue JahrČTK / AP / Matthias Schrader

Skispringerin Selina Freitag ist beim Auftakt der "Two Nights Tour" in Garmisch-Partenkirchen erstmals im Olympia-Winter auf das Podest geflogen. Die Oberwiesenthalerin musste sich auf der großen Olympiaschanze nur der überlegenen Slowenin Nika Prevc geschlagen geben und landete als Zweite auf ihrem "Stammplatz": Die Vizeweltmeisterin belegte zum elften Mal in ihrer Karriere im Weltcup Platz zwei - der erste Sieg lässt weiter auf sich warten.

"Mir bedeutet das Podest heute ganz, ganz viel. Ich bin endlich mal belohnt worden für die harte Arbeit", sagte Freitag, die zuletzt in Engelberg heftig gestürzt war, nach dem ersten Podest einer deutschen Springerin in einem "TNT"-Wettkampf – bei den ersten beiden Auflagen waren die DSV-Athletinnen leer ausgegangen.

Prevc eine Klasse für sich – Eder beste ÖSV-Springerin

Mit Flügen auf 127,0 und 135,5 m (248,0 Punkte) zeigte Freitag ihren mit Abstand besten Saisonwettkampf. Gegen Ausnahmespringerin Nika Prevc reichte dies trotzdem bei weitem nicht.

Die 20-Jährige, deren Bruder Domen am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen den nächsten Schritt zum Tourneesieg machen will, flog auf 136,5 sowie 134,5 m (271,1 Punkte) und sicherte sich mit umgerechnet 13 Metern Vorsprung ihren 26. Weltcupsieg. Platz drei ging an Weltcup-Spitzenreiterin Nozomi Maruyama aus Japan (244,1). Die Österreicherin Lisa Eder hingegen verpasste das Stockerl als Vierte knapp (239,9).

"Es macht riesigen Spaß hier, das Wetter ist perfekt, es sind auch Zuschauer da", sagte Rekordweltmeisterin Katharina Schmid (8.) die zum Saisonende die Ski an den Nagel hängen wird.

Viele Zuschauer – das war im Vorjahr anders. Damals wurde der Frauen-Wettkampf nach der Männer-Qualifikation ausgetragen, rund zwei Drittel der Zuschauer harrten am Silvesternachmittag nicht mehr aus. Diesmal waren die Frauen vor der Männer-Ausscheidung dran, so funktionierte es besser.