Nach dem Aus im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft gegen Spanien richtet sich der Fokus beim ÖFB bereits auf die kommenden Aufgaben. Vor dem Start der Nations League im September soll das Turnier aufgearbeitet werden. Für ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel war die WM trotz des Ausscheidens ein weiterer Schritt in der positiven Entwicklung der Mannschaft.
„Der Monat war schon geprägt von vielen Emotionen“, erklärte Schöttel. Besonders hob er hervor, dass Österreich nach zwei Europameisterschaften nun zum dritten Mal in Folge bei einem Großturnier die Gruppenphase überstanden habe.
„Wir haben in den letzten Jahren ein gewisses Maß an Stabilität hineinbekommen“, sagte der 59-Jährige. Langfristig müsse es der Anspruch sein, sich regelmäßig für Endrunden zu qualifizieren.
Nations League als erster Schritt Richtung EM 2028
Die nächsten Länderspiele stehen Ende September in der Nations League auf dem Programm. Österreich trifft dabei auf Israel, Kosovo und Irland und kämpft um die Rückkehr in Liga A. Gleichzeitig dienen die Spiele als wichtige Vorbereitung auf die Qualifikation für die Europameisterschaft 2028.

Schöttel kündigt Verjüngung an
Nach dem Rücktritt von Marko Arnautovic könnte sich der Kader erstmals seit längerer Zeit spürbar verändern. Schöttel hält den Zeitpunkt für gekommen, jüngeren Spielern mehr Verantwortung zu übertragen. Akteure, die zuletzt bereits knapp vor einer Nominierung gestanden oder auf Abruf bereit gewesen seien, sollen künftig verstärkt berücksichtigt werden.
Gleichzeitig hofft der Sportdirektor, dass die erfahrenen Leistungsträger dem Nationalteam erhalten bleiben. Spieler wie David Alaba seien wichtig, um die nächste Generation schrittweise an das internationale Niveau heranzuführen.
Baumgartner-Ausfall schmerzte besonders
Als größten Rückschlag vor der Weltmeisterschaft bezeichnete Schöttel den verletzungsbedingten Ausfall von Christoph Baumgartner. Der Offensivspieler sei ein zentraler Bestandteil der österreichischen Angriffsabläufe gewesen. Durch seine Verletzung habe das Trainerteam kurz vor Turnierbeginn taktische Anpassungen vornehmen müssen. Hinzu gekommen seien weitere Spieler, die erst unmittelbar vor der WM nach Verletzungen zurückgekehrt waren.
Das Abschneiden des Nationalteams ordnete Schöttel dennoch realistisch ein. Spanien gehöre gemeinsam mit Frankreich und Argentinien zu den stärksten Mannschaften des Turniers. Gegen zwei dieser Topfavoriten habe Österreich verloren – ein Ergebnis, das den Kräfteverhältnissen entsprochen habe.
