Jaime Cordero (9-2) vs. Robert Pukač (21-14-1)
Deutscher Boden ist für Robert Pukač ein bekanntes Schlachtfeld. In der Vergangenheit stand er dort bereits in zwei Main Events. Der gebürtige Bratislaver ist ein OKTAGON-Veteran mit einer Karrierebilanz von 21-14-1. In der Weltergewichtsklasse belegt er aktuell den 106. Platz im renommierten Fightmatrix-Weltranking.
Zuletzt kehrte er vor heimischem Publikum auf die Siegerstraße zurück, als er den gefährlichen Brian Manning nach Punkten bezwang. Der vielseitige Kämpfer kann eine 43-prozentige Erfolgsquote bei vorzeitigen Siegen vor dem finalen Gong vorweisen, wobei er in fünf Fällen seinen Gegner bereits in der ersten Runde zu Boden schickte. Bemerkenswert ist, dass er beide Hauptakteure des Frankfurter Main Events besiegt hat – sowohl David Kozma als auch Christian Eckerlin.
Auf der anderen Seite des Käfigs steht der Lokalmatador Jaime Cordero. Er stieg elf Jahre später als Pukač ins Profi-MMA ein, hat sich aber bereits einen Ruf als Spezialist für vorzeitige Siege erarbeitet. Sein Name steht für enorme Explosivität. Er wartet nicht auf die Punktrichter, was eine 78-prozentige Erfolgsquote bei vorzeitigen Kampfabbrüchen beweist.
Am gefährlichsten ist er vor allem in der ersten Runde, in der er sechs seiner neun Siege einfuhr. Am schnellsten gelang ihm das nach nur 22 Sekunden. Er verfügt jedoch über ein ausgewogenes Arsenal an Fähigkeiten im Stand und am Boden. Das Mitglied der weltweiten Top 100 gilt als eine Art „Henker“ der Slowaken. Er besiegte zwei ehemalige Titelherausforderer der Organisation – Samuel Krištofič und Milan Ďatelinka.
Edmon Avagyan (1-0) vs. Dominic Schober (16-15)
Für Adrenalin bei den Kampfsportfans sorgt zum Auftakt der Main Card der mittlerweile fünfte Kampf unter den speziellen Stand & Bang-Regeln. Das neue Gesicht auf der OKTAGON-Bühne, Edmon Avagyan, will sich und den Menschen beweisen, dass er nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer im Kampfsportbereich ist.
Der Gründer einer eigenen deutschen Organisation für Standkampf-Disziplinen ist als Kämpfer noch ein Neuling. Bisher bestritt er nur einen Profikampf – und zwar im Boxen. Dort feierte er sofort einen überzeugenden Sieg gegen Patrik Fiala, den er bereits in der ersten Runde durch TKO/KO bezwang.
In Deutschland muss er nun eine hundertprozentige Leistung abrufen, denn ihm steht der erfahrene Dominic Schober gegenüber. Dieser hat in seiner Laufbahn 31 Profi-MMA-Kämpfe in 14 verschiedenen internationalen Organisationen bestritten. Sein Motto lautet: „Für Überstunden werde ich nicht bezahlt.“ Denn 88 % seiner Siege erzielte er vorzeitig, davon 12 von 16 bereits in der ersten Runde. Gegen Avagyan will er seinen ersten Sieg unter dem Banner der größten europäischen Organisation feiern.
Frédéric Vosgröne (5-0) vs. Karlos Vémola (38-9)
Wer bereits einen Sieg bei OKTAGON feiern konnte, ist das ungeschlagene deutsche Halbschwergewichts-Phänomen Frédéric Vosgröne. Er betritt das Eintracht-Stadion mit fünf Siegen in Folge, großem medialen Hype und sichtbarem Selbstbewusstsein. Der Träger des schwarzen Gürtels im BJJ ist ein Grappling-Spezialist. Alle seine Gegner besiegte er per Submission.
Er besitzt zudem Bronze von den No-Gi-Weltmeisterschaften der IBJJF und Medaillen von europäischen Meisterschaften. Bei seinem Debüt im gelb-schwarzen Koloss gelang ihm zudem ein Husarenstück: Als Erster in der Geschichte besiegte er Jorick Montagnac per Submission. Dafür erhielt er gleich den Bonus für die Performance des Abends. Innerhalb von eineinhalb Jahren wurde er zu einem riesigen Star in ganz Europa. Im globalen Ranking steht er auf Platz 130.
Diesmal steht er jedoch vor der größten Herausforderung seiner Karriere. Er holte die tschechische Legende Karlos Vémola aus dem Ruhestand zurück, der bereits zum dritten Mal unter freiem Himmel antritt. Der erste Tscheche in der UFC-Geschichte und ehemalige OKTAGON-Champion in zwei Gewichtsklassen kehrt nach seinem Sieg in der legendären Trilogie gegen Attila Végh in den Käfig zurück. Seine Regentschaft in beiden Divisionen dauerte beeindruckende 976 Tage.
Im europäischen New York kommt es zu einem Duell sehr ähnlicher Stile. Es ist zu erwarten, dass der Kampf überwiegend am Boden stattfinden wird. Der mittlerweile 41-jährige Vémola wird sich gegen den aufstrebenden Star auf seine große Erfahrung verlassen. In über 18 Jahren auf der Bühne bestritt er 47 Profikämpfe. 24 seiner 38 Siege erzielte er bereits in der ersten Runde. Insgesamt gewann er 20-mal per Submission. Zudem hält er bis heute den Rekord für das schnellste KO in der Geschichte der Organisation, als er in Bratislava Pavel Langer in sieben Sekunden ausknockte.
Max Coga (27-8-1) vs. Christian Jungwirth (16-9)
Wie in Tschechien und der Slowakei der Name Vémola für Aufsehen sorgt, so genießt Max Coga in Deutschland einen ähnlichen Status. Diese lebende Legende zieht das Schwert nur noch bei den bedeutendsten Events, ist aber bereits seit 2011 bei den Profis aktiv. Zuletzt trat er beim OKTAGON-Event im Deutsche Bank Park auf, wo er Antun Račič besiegte. Seine Trophäensammlung ist beeindruckend: Zweifacher NFC-Champion, Titelträger in der EFC und Superior FC, zudem sammelte er Erfahrungen in internationalen Organisationen wie PFL, KSW, M-1 Global oder Brave CF.
Er hat Siege über Namen wie Khasan Eskiev oder Marian Ziółkowski, den ehemaligen KSW-Champion, auf dem Konto. Coga beherrscht alle Aspekte des Kampfes. 85 % seiner Fights beendete er vorzeitig, davon 11-mal durch TKO/KO und 12-mal per Submission. Auch in der Defensive ist er stark: In seiner gesamten Profikarriere mit 36 Kämpfen hat er nie durch Würgen verloren.
Trotz dieser beeindruckenden Statistiken hat der Publikumsliebling Christian Jungwirth keine Angst. Er hat 25 Kämpfe auf dem Buckel und ist besonders für seine extreme Härte und Unbeugsamkeit bekannt. Auch er kehrt an einen vertrauten Ort zurück – vor zwei Jahren stand er dort Eckerlin gegenüber.
Jungwirth steht für spektakuläre und blutige Schlagabtausche. In der Vergangenheit besiegte er mehrere etablierte Kämpfer wie Pukač, Nicklas Stolze oder Mateusz Strzelczyk. Er ist der einzige deutsche Kämpfer in der Geschichte von OKTAGON, der zweimal den Bonus für die Performance des Abends gewinnen konnte. Er hat eine 44-prozentige Erfolgsquote bei vorzeitigen Siegen, doch seine größte Stärke bleibt seine endlose Ausdauer. Dank seines unermüdlichen Cardios kann der „unsterbliche Kelte“ den Druck auf den Gegner stetig erhöhen.
Christian Eckerlin (18-8) vs. David Kozma (34-15)
Wo immer er auftaucht, sorgt er für Begeisterung. Der gekrönte König der deutschen Szene, Christian Eckerlin, will sein Revier verteidigen. Die Fans sind bereit, ihn mit tosendem Applaus zum Erfolg zu tragen. Der Veteran internationaler Organisationen wie KSW oder M-1 Global hat neun Kämpfe bei OKTAGON bestritten. In fünf Fällen verließ er den Käfig als Sieger. Nach dem Sieg über Matúš Kohout ist er hungrig auf den nächsten Erfolg. Besonders möchte er den Moment aus dem Jahr 2024 gegen Jungwirth wiederholen, als er den Main Event beim größten Turnier der Welt gewann.
Eckerlin profitiert vor allem von einer Kombination aus brutaler körperlicher Stärke und gefährlichem Grappling. 78 % seiner Kämpfe konnte er vorzeitig für sich entscheiden. Seine Lieblingswaffe am Boden ist der Rear-Naked Choke, mit dem er insgesamt sechs Gegner zur Aufgabe zwang.
Aus Tschechien reist jedoch der dominanteste Champion der gesamten Organisationsgeschichte an: David Kozma. Der Kämpfer aus Ostrava bestreitet seinen 50. Profikampf im Käfig. Auf dem Thron des Weltergewichts herrschte er unglaubliche 1.477 Tage – ein Rekord, der bis heute ungebrochen ist.
Der ehemalige Champion tritt nach zwei Siegen an. Die überwiegende Mehrheit seiner jüngsten Gegner gehörte zu den TOP 150 der Weltrangliste. Kozma selbst belegt Platz 169. Besonders beeindruckt er durch seine Vielseitigkeit: Er kann den Gegner kompromisslos im Stand besiegen, am Boden zur Aufgabe zwingen oder ihn in harten Fünf-Runden-Kämpfen zermürben. 12 seiner 34 Siege gelangen ihm bereits in der ersten Runde, sein schnellster Erfolg kam nach nur 29 Sekunden.
