"Es war keine einfache Entscheidung, aber der richtige Zeitpunkt ist gekommen", erklärte Lisa-Theresa Hauser, die Massenstart-Weltmeisterin von 2021 im ORF-Interview. Der Entschluss habe sich in den vergangenen Monaten entwickelt, auch vor dem Hintergrund einer kräftezehrenden Saison. Zudem hätten sich ihre Prioritäten verschoben, das Privatleben gewinne zunehmend an Bedeutung.
Hauser galt während ihrer Karriere als eigenständige Athletin, die häufig ihren eigenen Weg verfolgte. Dabei setzte sie auf ein konstantes Umfeld und individuelle Trainingsansätze. Die Anforderungen des Spitzensports hätten jedoch langfristig viel Energie gefordert. "Irgendwann fehlt die Kraft, um konstant auf höchstem Niveau zu arbeiten", so Hauser.
WM-Gold als Karriere-Krönung
Ihr Weltcup-Debüt hatte sie vor mehr als 13 Jahren in Hochfilzen gegeben. In ihrer Karriere feierte sie sechs Weltcupsiege und gewann insgesamt vier Medaillen bei Weltmeisterschaften, darunter Gold im Massenstart 2021 in Pokljuka. Damit zählt sie zu den erfolgreichsten Biathletinnen Österreichs.
Ein besonderer Erfolg gelang ihr zu Beginn der aktuellen Saison mit einem Sieg in der Verfolgung von Östersund, womit sie Siege in allen Disziplinen verbuchen konnte – ein selten erreichter Meilenstein.
Neben ihren sportlichen Erfolgen prägte Hauser auch die Entwicklung des Frauen-Biathlons in Österreich entscheidend mit. Von den frühen Jahren mit kleiner Teamstruktur bis zur heutigen Breite war sie eine zentrale Figur. Künftig möchte sie sich stärker ihrem privaten Umfeld widmen.
