ÖSV-Star Kriechmayr fordert Konditrainer zurück - Alpinchef Mitter reagiert

Ob Kriechmayr weiterfährt, liegt in den Händen des ÖSV
Ob Kriechmayr weiterfährt, liegt in den Händen des ÖSVČTK / NTB Scanpix / Cornelius Poppe

Vincent Kriechmayr hat nach seinem Podestplatz in der Abfahrt beim Weltcup-Finale in Kvitfjell konkrete Bedingungen für eine mögliche Fortsetzung seiner Karriere genannt – und dabei auch Kritik am ÖSV geäußert.

Der Oberösterreicher machte deutlich, dass seine Entscheidung stark von einer Personalfrage abhängt: Sollte Konditionstrainer Peter Meliessnig in sein Team zurückkehren, könne er sich ein Weitermachen vorstellen. "Wenn er zurückkommt, mache ich weiter", erklärte Vincent Kriechmayr im ORF-Interview.

Meliessnig hatte den Speed-Spezialisten jahrelang betreut, wechselte jedoch zu Red Bull, wo er unter anderem mit Lindsey Vonn arbeitet. Kriechmayr bezeichnete ihn als wichtigen Faktor für die Saisonvorbereitung und betonte, dass für intensives Training im Sommer ein eingespieltes Umfeld notwendig sei. Gleichzeitig merkte er an, dass Meliessnig im Verband nicht ausreichend geschätzt worden sei.

Alpinchef Mitter signalisiert Interesse

Mit seinen Aussagen erhöhte Kriechmayr den Druck auf den ÖSV. Ähnliche Forderungen nach einer Zusammenarbeit mit Meliessnig hatte es in der Vergangenheit bereits von anderen Athleten gegeben.

ÖSV-Alpinchef Christian Mitter reagierte offen auf die Aussagen und signalisierte Interesse an einer Rückkehr des Trainers: "Ich würde irrsinnig gern mit ihm zusammenarbeiten, er kann uns als ganzer Verband helfen. Umso besser, wenn so ein Topathlet wie der Vinc mit ihm gern zusammenarbeitet. Wir sind dran, aber es ist natürlich auch seine persönliche Entscheidung, wieder mit dem Verband zusammenzuarbeiten."