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ÖVV-Damen unterliegen zum EM-Auftakt Serbien

Schaberl & Co. verlieren zum EM-Auftakt
Schaberl & Co. verlieren zum EM-AuftaktČTK / imago sportfotodienst / Alexander Franzen / SPP

Österreichs Volleyballerinnen haben bei ihrem ersten EM-Spiel seit 55 Jahren eine couragierte Leistung gezeigt. Gegen den dreifachen Europameister Serbien setzte es zwar ein 0:3, im dritten Satz brachte das ÖVV-Team den Favoriten aber gehörig ins Schwitzen.

55 Jahre nach dem letzten EM-Auftritt hat sich Österreichs Frauen-Nationalteam mit einer respektablen Leistung auf der europäischen Bühne zurückgemeldet. Das ÖVV-Team musste sich zum Auftakt der EuroVolley 2026 in Brünn dem klar favorisierten Serbien mit 0:3 (17:25, 9:25, 21:25) geschlagen geben.

Den ersten österreichischen EM-Punkt seit 1971 erzielte Kora Schaberl. Danach zeigte der Weltmeister von 2022 zunächst seine Klasse und setzte sich im ersten Durchgang deutlich ab.

Zum Matchcenter: Österreich - Serbien

Österreich ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Sinnbildlich dafür stand ein Block von Kapitänin Nina Nesimović gegen Serbiens Superstar Tijana Bošković zum 9:18. Die ÖVV-Auswahl legte drei weitere Punkte nach und verkürzte auf 12:18. Serbien behielt allerdings die Kontrolle und holte den Satz mit 25:17.

„Es ist ein Wahnsinn, gegen so einen Gegner und in so einer tollen Halle zu spielen“, schilderte Schaberl im ORF ihre Eindrücke. Auch die Nervosität sei zu spüren gewesen. Besonders in Erinnerung bleiben wird ihr das direkte Duell mit Bošković: „Ich kann noch gar nicht realisieren, dass ich gegen Tijana Bošković spielen durfte und sie sogar einmal blockiert habe.“

 

 

Österreich steigert sich im dritten Satz

Im zweiten Durchgang wurde der Klassenunterschied deutlicher. Österreich hatte vor allem in der Annahme Probleme, während Serbien konsequent Druck machte. Mit 25:9 ging der Satz klar an den Favoriten.

Doch Rot-Weiß-Rot steckte nicht auf. Im dritten Satz präsentierte sich Österreich wieder deutlich mutiger und hielt gegen die nun rotierenden Serbinnen lange mit. Bei 12:13 und 16:17 war sogar der Ausgleich zum Greifen nahe.

„Im Verlauf des Spiels sind wir lockerer geworden“, analysierte Anamarija Galić. Gerade die Positivität und Energie innerhalb der Mannschaft hätten ihr gefallen. Gleichzeitig ordnete sie den starken dritten Satz ein: „Da war es natürlich gut für uns, dass die Topstars dann auch draußen waren.“

Serbien ließ sich letztlich nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte nach 75 Minuten seinen zweiten Matchball zum 25:21. Dass Österreich gegen die Nummer eins des CEV-Rankings in einem Satz die 20-Punkte-Marke knackte, sorgte dennoch für Begeisterung.

„Es ist unglaublich, dass wir im dritten Satz über 20 Punkte gekommen sind“, sagte Nesimović. Die Kapitänin sieht darin auch ein Signal für die kommenden Aufgaben: „Im dritten Satz waren wir hautnah dran, und das zeigt, dass wir Potenzial haben.“

 

 

Auch ihr persönlicher Höhepunkt hatte mit Bošković zu tun. „Einen Block gegen Superstar Bošković zu machen, ist ein Lebenstraum“, erklärte Nesimović. „Wir haben gesehen, dass wir gegen so ein Team über 20 Punkte kommen können. Das ist toll, und wir werden dieses Spiel nie vergessen.“

Schwab: „Das war absolut in Ordnung“

Ähnlich positiv fiel die Bilanz von Teamchef Roland Schwab aus. „Wir haben zwei Sätze gut gespielt und unsere Leistung gebracht, mit guten Blocks und guten Angriffen.“ Den Einbruch im zweiten Durchgang wollte er gegen einen Gegner dieser Qualität nicht überbewerten. Vor allem die Reaktion seiner Mannschaft gefiel Schwab: „Der dritte Satz war lässig – immerhin gegen die Nummer eins Europas.“

Viel Zeit zum Genießen bleibt den Österreicherinnen allerdings nicht. Bereits am Samstag wartet Gastgeber Tschechien vor rund 5.000 Fans in Brünn. Schwab gibt die Richtung vor: „Das müssen wir für Samstag gegen Tschechien mitnehmen und uns anschauen, was wir heute gut gemacht haben.“