Pinheiro Braathen strahlt nach RTL-Kugel: "Es ist unglaublich"

Lucas Pinheiro Braathen küsst Brasiliens erste Alpin-Kugel
Lucas Pinheiro Braathen küsst Brasiliens erste Alpin-KugelNTB, NTB / Alamy / Profimedia

Lucas Pinheiro Braathen hat sich erstmals die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf gesichert. Der Brasilianer gewann das Rennen in Hafjell und nutzte damit den Ausfall von Marco Odermatt, der im ersten Durchgang ausschied.

Durch den Fehler von Marco Odermatt ergab sich eine neue Ausgangslage im Kampf um die Gesamtwertung. Lucas Pinheiro Braathen lag zuvor 48 Punkte zurück, hatte nun aber alles selbst in der Hand. Ein Podestplatz hätte bereits gereicht, sofern Loic Meillard das Rennen gewinnt.

Der Schweizer setzte sich im zweiten Lauf zunächst an die Spitze. Um die Kugel zu holen, musste Braathen innerhalb eines bestimmten Zeitfensters bleiben – oder schneller sein. Der 25-Jährige löste diese Aufgabe souverän und gewann mit 0,58 Sekunden Vorsprung auf Meillard, Dritter wurde Atle Lie McGrath.

 

 

Mit diesem Erfolg schrieb Braathen erneut Geschichte für Brasilien: Nach seinem Olympiasieg und ersten Weltcup-Erfolgen sicherte er nun auch die erste Kristallkugel für sein Land. In der Disziplinenwertung lag er am Ende vor Odermatt und Meillard.

"Große Ehre" für Braathen, Odermatt als fairer Verlierer

Beim Interview strahlte Braathen vor Freude: "Es ist unglaublich, die Riesentorlauf-Kugel ist noch spezieller. Marco ist so stark und so solide. Der Riesentorlauf ist die Basis des Skifahrens. Es ist eine große Ehre, mit der Kugel hier zu stehen."

Odermatt war als Favorit ins Rennen gegangen, zog nach dem Ausfall jedoch den Kürzeren. "Nachher ist es immer einfach zu sagen, dass es zu viel Risiko war. Ich wollte die Nummer nutzen und gut Ski fahren. Das habe ich für mich so entschieden, es ist nicht aufgegangen", resignierte der Schweizer Superstar. "Jeder ist am Ende der Saison müde. Alles wird ein bisschen anstrengender. Aber es ist ganz alleine meine Schuld. Der Fehler ist eben passiert."