Das Derby, das Köln am Sonntag 2:1 (1:1) gewonnen hatte, wurde in der zweiten Halbzeit nach Ausschreitungen unterbrochen. Gäste-Fans hatten nach einem Treffer von Said El Mala das Sicherheitsglas zwischen dem Heim- und Auswärtsbereich durchbrochen und sich dort Auseinandersetzungen mit Kölner Fans geliefert. Zudem wurden mehrere Leuchtraketen auf unbeteiligte Fans geschossen. Der Eingriff durch die Polizei erfolgte nach mehreren Minuten.
Match-Center: 1. FC Köln vs. Borussia Mönchengladbach
Sicherheitskonzept "nicht funktioniert"
Beide Klubs verurteilten die Vorkommnisse. Gleichzeitig verteidigte der FC-Geschäftsführer Philipp Türoff das Sicherheitskonzept. "Wir haben Dinge gesehen, die sehr stark mit individuellen Störungen zu tun haben", sagte Türoff: "Der erste Eindruck ist - ausdrücklich nicht bilanzierend -, dass das Sicherheitskonzept nicht irgendwie anders funktioniert hat als vorher."
Das Derby war die erste große Bewährungsprobe für das neue Sicherheitskonzept in Nordrhein-Westfalen. Im Juli hatten die Klubs und NRW-Innenminister Herbert Reul die "Stadionallianzen NRW" vereinbart. Demnach soll sich die Polizei im Stadion komplett zurückziehen. Die Sicherheitsdienste der Vereine tragen somit größere Verantwortung.
