Während die Stuttgarter in Europa die Euphoriewelle reiten, kommen sie im grauen Ligaalltag einfach nicht in Tritt. Sechs Punkte haben sie gesammelt in den ersten sechs Spielen, in der Champions League reichten für die gleiche Ausbeute zwei Partien. Und so begaben sich die schwächelnden Schwaben nach dem späten K.o. in Hamburg auf die verbale Suche nach der abhanden gekommenen Konstanz.
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"Wir müssen anfangen, im Kopf zu haben, dass wir derzeit keine Spitzenmannschaft sind. In den letzten Jahren haben wir solche Dinger gezogen", haderte Deniz Undav bei Sky - und bemängelte vor allem das abermalige Nachlassen in der zweiten Halbzeit. Tatsächlich ließen sich die Stuttgarter nach dem Seitenwechsel vom euphorisierten HSV teilweise in die Defensive drängen, die klareren Chancen hatten sie insgesamt aber auch in Hälfte zwei.
Champions League als Trostpflaster
Wie schon häufiger in dieser Spielzeit war es vor allem die fehlende Effizienz, die dem VfB die Punkte kostete. Ermedin Demirović ließ beste Chancen aus, Stürmerkollege Undav traf in der ersten Hälfte nur den Pfosten. Der prominente Angreifer steht symbolisch für die Offensivflaute, die die Schwaben derzeit immer wieder heimsucht. Wettbewerbsübergreifend hat er in dieser Saison erst einmal getroffen.
"Natürlich müssen wir an diesen Themen arbeiten", befand auch Hoeneß, aber: "Wir dürfen nicht vergessen, dass wir das Spiel auch über weite Strecken im Griff hatten." In einer Phase voller Englischer Wochen bleibt dem Coach nur wenig Zeit, um sein Team aufzurichten und so betonte er auch immer wieder das Positive. Die Vorfreude auf die magischen Nächte in der Königsklasse soll trotz des Ligafrusts auf keinen Fall zu kurz kommen.

"Es wird sicher großartig für uns alle", sagte Hoeneß mit Blick auf das Duell mit Atlético am Dienstagabend (21.00 Uhr/Prime Video): "Für den VfB, für die Region - und das werden wir uns auch nicht nehmen lassen."
