Krämpfe und Silbermedaille
Er würde "so gerne ein Bierchen aufmachen", sagte Jungk, nachdem er wie in Peking vor vier Jahren Silber gewonnen hatte: "Aber ich hatte gestern brutal mit Krämpfen zu tun. Deswegen ist Alkohol strikt verboten. Wir haben in zwei Tagen noch das Team-Rennen."
Und für die olympische Premiere der Mixed-Staffel, bei der je ein Mann und eine Frau ein Team bilden, ließ sich Jungk sogar zu einer Kampfansage hinreißen: "Wenn ich es nicht alleine schaffe, will ich Matt wenigstens im Team schlagen. Das ist das große Ziel."
Jungk hatte sich am Freitag im Cortina Sliding Centre nur dem überragenden Briten Matt Weston geschlagen geben müssen, der mit 0,88 Sekunden Vorsprung nach vier Läufen triumphierte und die erste Medaille der Winterspiele für das Team Großbritannien gewann. Grotheer folgte vier Jahre nach seinem Goldcoup von Peking schon 1,07 Sekunden dahinter auf dem dritten Rang.
Zum Flashscore Olympia-Tracker
Grotheer greift zur Apfelschorle
Die Erleichterung über Bronze war dem Oberhofer nach einer schwierigen Saison mit Verletzungsproblemen deutlich anzumerken, in Partylaune war der 33-Jährige aber nicht.
Er habe "so lange nichts mehr getrunken, dann bin ich wahrscheinlich übel schnell voll", sagte Grotheer mit einem Lachen, "es wird eher eine Apfelschorle". Zudem habe er "Bock" auf das Rennen am Sonntag (18 Uhr): "Da will ich noch einmal richtig Gas geben."
Für die deutschen Schlittensportler war es im Eiskanal die sechste und siebte Medaille im sechsten Rennen. Die Rodler um Deutschlands Rekord-Winterolympioniken Tobias Wendl und Tobias Arlt hatten in den vergangenen Tagen mit dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze eindrucksvoll vorgelegt.
