"Richtig cool!" - Stefan Brennsteiner feiert ersten Weltcup-Sieg

Richtig cool! Stefan Brennsteiner feiert ersten Weltcup-Sieg
Richtig cool! Stefan Brennsteiner feiert ersten Weltcup-SiegSean M. Haffey / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP / Profimedia

78 Riesentorläufe hat es gedauert und vier Kreuzbandrisse musste er überstehen bis ÖSV-Athlet Stefan Brennsteiner seinen ersten Weltcup-Sieg feiern durfte. In Copper Mountain war es endlich soweit.

Nach vielen Rückschlägen in seiner Karriere durfte Stefan Brennsteiner endlich jubeln: Der 34-jährige Salzburger gewann den Riesentorlauf in Copper Mountain und holte seinen ersten Weltcupsieg.

Der Routinier, der bereits vier Kreuzbandrisse erlitten hatte und bei der Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm nach wenigen Sekunden aufgrund eines verlorenen Skis ausgeschieden war, zeigte in den USA zwei souveräne Läufe.

 

Mit zwei Top-Läufen zum Sieg

Brennsteiner lag bereits nach dem ersten Durchgang vorne und ließ sich auch im Finale nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende fuhr er mit beinahe einer Sekunde Vorsprung vor Henrik Kristoffersen (+0,95) und Filip Zubcic (+1,00) zum klaren Sieg.

 

 

Der 34-jährige Pinzgauer zeigte sich nach dem Rennen im ORF-Interview erleichtert: "Es fühlt sich richtig gut an. Ich habe schon sehr viele harte Momente in meiner Karriere gehabt, deshalb ist es heute richtig cool. Ich habe mich darauf konzentriert, den Außenski zu treffen. Das ist mir heute gut gelungen."

Dass sich auch die Konkurrenz sehr für Brennsteiner freute, brachte Kristoffersen auf den Punkt: "Chapeau an Stefan. Er ist ein super Typ, ich gönne es ihm sehr. Der ÖSV ist sehr stark im Moment." Der Norweger war nach dem Riesentorlauf aber sichtlich erschöpft: "Ich bin sehr müde, habe kein Gefühl mehr im rechten Fuß. Es war aber ein sehr guter Lauf von mir."

 

Odermatt scheidet aus – gute ÖSV-Leistung

Topfavorit Marco Odermatt rutschte im ersten Lauf trotz bester Zwischenzeit aus und verpasste damit die Entscheidung. Die österreichische Mannschaft präsentierte sich abermals gut in Schuss: Marco Schwarz (+1,02) belegte den vierten Platz und rundete das erfolgreiche ÖSV-Ergebnis ab. 

Der ÖSV-Allrounder analysiert seine Performance: "Das Rennen habe ich im ersten Durchgang vergeigt. Der zweite Lauf war gut, vor allem mit dem Steilhang bin ich zufrieden. Ich fühle mich eigentlich relativ wohl beim Skifahren. Im Großen und Ganzen bin ich happy."

Patrick Feurstein kam als 17. (+2,02) ins Ziel, Joshua Sturm auf Platz 24 (+2,67). Pech hatte Weltmeister Raphael Haaser. Der Tiroler fiel nach einem fehlerhaften zweiten Lauf vom 6. auf den 25. Rang (+2,74) zurück.