Marco Odermatt stellte beim Speed-Auftakt der Saison 2025/26 wieder einmal seine Klasse unter Beweis. Der Schweizer siegte im Super-G von Copper Mountain (USA) dank einer fehlerfreien Fahrt seinen 47. Weltcupsieg vor Österreichs Speed-Ass Vincent Kriechmayr.
Der Oberösterreicher musste sich zwar um acht Hundertstel geschlagen geben, zog aber ebenfalls eine beeindruckende Fahrt in den Schnee und wusste mit einer raffinierten Linie zu überzeugen. Im Interview mit dem ORF gab er sich zufrieden: "Es war eine sehr solide Fahrt. Hie und da könnte ich schneller fahren, aber das kann Odermatt auch. Grundsätzlich bin ich aber sehr zufrieden. Für das ganze Team war es ein guter Start."
ÖSV mit starker Teamleistung
Nur fünf Hundertstel hinter Kriechmayr landete Raphael Haaser, Riesentorlauf-Weltmeister 2025, auf dem dritten Platz. Stefan Babinsky als Vierter (+0,39) und Lukas Feurstein als Sechster (+0,45) sorgten für ein ausgezeichnetes Teamergebnis in rot-weiß-rot. Dass die Ambitionen im Ski-Austria-Team hoch sind, bewies Babinsky in einer ersten Analyse. Trotz des sehr guten vierten Ranges war er mit seiner Performance nicht restlos zufrieden: "Ich muss von oben bis unten gut skifahren. Wenn man kleine Fehler macht, dann reicht es nicht für ganz vorne. Da muss ich besser werden."
Raphael Haaser ortete vor allem nach dem Start Verbesserungsbedarf: "Oben bin ich zuviel herumgefahren. Im Zielhang war es dann sehr gut. Das Podium zum Auftakt nehme ich sehr gerne mit."

Eine ambitionierte Fahrt legte Marco Schwarz hin. Der ÖSV-Allrounder, der auf seinem Weg zurück zu alter Stärke noch zu kämpfen hat, hielt lange Zeit gut mit, hielt sich in den Top-10. Im Ziel leuchteten dann doch 1,01 Sekunden Rückstand auf - Platz 17. Für den Kärntner aber dennoch ein solider Start in die Speed-Saison.
Kilde feiert gelungenes Comeback
Norwegens Speed-Star Aleksander Aamodt Kilde feierte nach langer, verletzungsbedingter Leidenszeit ein gelungenes Comeback. Im oberen Streckenabschnitt hielt er noch voll mit, lag bei der ersten Zwischenzeit nur elf Hundertstel im Rückstand. Mit Fortdauer seiner Fahrt musste er jedoch Tribut zollen und riss schlussendlich 1,25 Sekunden auf. Dennoch eine sehr positive Rückkehr in den Weltcup-Zirkus. Mit Kilde wird im Olympia-Winter definitiv wieder zu rechnen sein.
Die Schweizer Sieganwärter Franjo von Allmen (9., +0,75) und Alexis Monney (20., +1,11) erwischten hingegen einen gebrauchten Tag.
