SkiFlash: Scheib holt RTL-Kugel, Kriechmayr beendet Abfahrtsflaute

SkiFlash: Scheib holt RTL-Kugel, Kriechmayr beendet Abfahrtsflaute
SkiFlash: Scheib holt RTL-Kugel, Kriechmayr beendet AbfahrtsflautePontus Lundahl/TT / Shutterstock Editorial / Profimedia

In Courchevel standen vergangenes Wochenende für die Männer eine Abfahrt und zwei Super-G-Rennen auf dem Programm, während die Damen im schwedischen Aare einen Riesentorlauf und einen Slalom bestritten.

Die letzten Rennen vor dem Weltcupfinale sind Geschichte. Wer sich frühzeitig die kleinen Kristallkugeln sichern konnte, wer die ÖSV-Abfahrer erlöste und wieso das Wetter zum Spielverderber wurde, erfährst du im SkiFlash.

TOP - Kriechmayr triumphiert in der Abfahrt

Drei Jahre lang mussten die ÖSV-Abfahrer auf einen Sieg warten. Vincent Kriechmayr beendete vergangenen Freitag in Courchevel die Durststrecke. Der ÖSV-Topstar setzte sich vor Giovanni Franzoni und Marco Odermatt durch. "Ich hab einen guten Lauf gehabt. Garmisch war auch okay, aber da war der Rückstand hoch, die Hundertstel waren auf meiner Seite, und vieles hat zusammengepasst. Beim Mittelteil habe ich versucht, eine sehr direkte Linie zu fahren, und das ist gut aufgegangen“, sagte Kriechmayr nach dem Sieg im ORF-Interview. "Es war einfach ein wunderschönes Skifahren in einer Traumkulisse. Ich fühle mich hier sehr wohl, bei der WM sind wir aber auch da gewesen, und ich hab’s vergeigt – ich hab’s aber heute gutgemacht.“

 

 

FLOP - Wetter als Spielverderber in Courchevel

Nachdem schon der erste Super-G in Courchevel am Samstag wegen Regen und schlechter Sicht abgesagt werden musste, fiel auch der der zweite geplante Super-G am Sonntag dem Wetter zum Opfer. Starker Schneefall in der Nacht auf Sonntag ließen ein faires Rennen nicht zu. Die Rennen werden nicht nachgeholt und damit steht Marco Odermatt vorzeitig als Sieger der Disziplinen-Wertung fest.

 

 

TOP - Scheib sichert sich die RTL-Kugel

Julia Scheib brachte mit ihrem Sieg in Aare die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf ins Trockene. Die 27-jährige Steirerin gewann vor der US-Amerikanerin Paula Moltzan (+0,36) und Alice Robinson aus Neuseeland (+0,75). Scheib profitierte vom Ausfall der Halbzeitführenden Camille Rast und ist nun vor dem Weltcupfinale nicht mehr einzuholen. "Es fühlt sich unglaublich gut an, ich hatte so einen Fight im zweiten Durchgang, weil ich die Kugel unbedingt schon wollte. Super, dass es so aufgegangen ist. Der Plan war, besser zu fahren als im ersten Durchgang, da wäre mehr drin gewesen. Ich habe es umgesetzt“, war der ÖSV-Star nach dem Rennen überglücklich.

 

 

"Die letzten drei Jahre waren Hardcore, vor zwei Jahren dann die Kugel von Cornelia Hütter (Super-G, An.) und jetzt diese von Julia, obwohl der Riesentorlauf bei uns verpönt war und kritisiert wurde. Ich bin sprachlos und freue mich so sehr“, sagte der Damen-Cheftrainer Roland Assinger mit Tränen in den Augen.

TOP - Shiffrin im Slalom weiter in eigener Liga

Mikaela Shiffrin unterstrich in Aare ihre herausragende Slalom-Form und holte sich den achten Sieg in diesem Winter. Der US-Superstar setzte sich mit 0,94 Sekunden Vorsprung auf die Deutsche Emma Aicher durch. Die Schweizerin Wendy Holdener komplettierte als Dritte das Podest. Shiffrin konnte die Führung im Gesamtweltcup auf Aicher ausbauen und fährt nun mit 140 Punkten Vorsprung zum Weltcupfinale nach Norwegen.

 

 

Aus österreichischer Sicht konnte Katharina Truppe einmal mehr überzeugen. Sie lag nach dem ersten Lauf noch auf Rang 3 und damit auf Podestkurs. In der Entscheidung fiel sie aber zurück und verpasste das Podium um 0,09 Sekunden. "Es war sehr kämpferisch, das hat sich nicht so gut angefühlt. Ich habe es unten liegen lassen“, sagte Truppe. Die neun Hundertstel Rückstand seien ärgerlich, meinte die 30-Jährige, die einmal mehr in dieser Saison das Podest knapp verpasst hatte: "Ich habe heuer die vierten Plätze gebucht. Wenn man so knapp am Podest vorbeifährt, ärgert man sich, aber es gibt Schlimmeres.“