Die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 stehen vor der Tür. Und während anderswo von Gold geredet wird, geht Österreichs Alpin-Team mit einer Mischung aus Selbstvertrauen, Zweifel und Angriffslust in den Saisonhöhepunkt.

Bei den Damen bringt Österreich enorme Tiefe an den Start. Mit Julia Scheib, die im Riesentorlauf bereits vier Saisonsiege feiern konnte, und Abfahrts-Siegerin Cornelia Hütter zählt Österreich gleich mehrfach zum engsten Favoritenkreis. Mit Mirjam Puchner, Nina Ortlieb und Katharina Truppe kommen weitere Athletinnen hinzu, denen Medaillenchancen zugebilligt werden. Sie könnten auf der anspruchsvollen Olympia-Piste in Bormio für Überraschungen sorgen, auch mit Blick auf die neue Team-Kombination.
Die Ski Alpin Damen im Überblick:
Auch bei den Herren ist die Qualität unbestritten. Stefan Brennsteiner, Marco Schwarz und Manuel Feller konnten ebenso Saisonsiege feiern wie Vincent Kriechmayr im Super-G. Dennoch richtet sich der Fokus vor allem auf die Speed-Bewerbe in Bormio. Dort steht Kriechmayr im Mittelpunkt, der bei seinen dritten Spielen erstmals olympisches Edelmetall holen will.
Die traditionsreiche Strecke auf der Stelvio gilt als eine der schwierigsten im Weltcup. Sie lebt von Rhythmus und verlangt nach kompromisslosen Linien. Daniel Hemetsberger sieht darin durchaus Chancen: „Wir verlieren eher in den flacheren Passagen die Zeit, nicht in den schweren“. Seit 2018 stand in Bormio an jedem Rennwochenende zumindest ein ÖSV-Athlet auf dem Podest. Ein Hoffnungsschimmer in einer Phase, in der Österreichs Männer-Abfahrt seit Jahren auf einen Weltcupsieg wartet.
Die Ski Alpin Herren im Überblick:

In der Abfahrt vertreten Kriechmayr, Stefan Babinsky, Hemetsberger und Raphael Haaser die rot-weiß-roten Farben. Marco Schwarz konzentriert sich auf Super-G, Riesentorlauf und Slalom. „Der Fokus liegt auf dem Super-G und dem Riesentorlauf. Ich bin mit dem Programm jetzt sehr happy“, erklärte der Kärntner.
Österreich reist mit insgesamt 115 Athlet:innen zu den Spielen nach Italien. Es ist das größte Team seit 2014. Im alpinen Skisport ist alles angerichtet für Tage zwischen Euphorie und Nervosität. Die Medaillen sind zum Greifen nah, doch eines ist sicher: Der Weg dorthin wird nicht leicht.
