Im letzten Skirennen des Jahres gibt es ein gewohntes Siegergesicht - jenes von Mikaela Shiffrin. Die US-Amerikanerin feierte am Sonntag am Semmering (AUT) ihren fünften Slalom-Sieg der Saison und schloss das Jahr mit einem weiteren Ausrufezeichen ab.
Die 30-Jährige lag nach dem ersten Durchgang nur auf Platz fünf, legte allerdings im zweiten Run mit absoluter Laufbestzeit einen Husarenritt hin. Die einzige Athletin, die annähernd mit Shiffrin mithalten konnte, war die Halbzeitführende Camille Rast. Die Schweizerin war schlussendlich nur um neun Hundertstel langsamer als die Weltcup-Dominatorin. Dritte wurde die 19-jährige Albanerin Lara Colturi (+0,57).
Shiffrin über Pistenverhältnisse verärgert
Ungewollter Nebendarsteller war beim Nachtslalom leider auch die Piste, deren schlechter Zustand in beiden Durchgängen zu zahlreichen Ausfällen führte. Insgesamt sahen 39 Fahrerinnen nicht die Ziellinie - u.a. Emma Aicher, Katharina Huber, Franziska Gritsch, Sara Hector und Paula Moltzan.
Shiffrin machte nach dem Sieg ihrem Ärger Luft: "Der heutige Sieg ist schwer zu beschreiben. Mit meinem zweiten Lauf bin ich sehr zufrieden. Aber ich muss sagen, dass die Sicherheit auf der Piste heute nicht gut genug war. Zum Glück gab es keine schweren Verletzungen. Es hätte heute eine gute Show werden sollen. Leider war das heute nicht der Fall."
Österreicherinnen stark
Das ÖSV-Team kann mit den gezeigten Leistungen absolut zufrieden sein. Katharina Liensberger belegte dank zweier guter Läufe den vierten Rang (+0,91). Ein solider Jahresabschluss für die ehrgeizige Vorarlbergerin: "Es war definitiv nicht leicht, im zweiten Durchgang die richtige Mischung zu finden - volle Attacke oder gut einteilen? Ich habe das Beste herausgeholt. Leider hat es knapp nicht mit dem Podium gereicht, aber ich bin zufrieden."
Direkt dahinter klassierte sich Katharina Truppe (+0,93). Die Kärntnerin ging dafür ins Risiko: "Ich habe wirklich probiert, zu attackieren und bin am Limit gefahren. Die Piste war nicht perfekt, aber ich muss es nehmen, wie es ist."
Natalie Falch wurde Elfte (+4,42), Katharina Gallhuber carvte auf Platz 13 (+4,93). Beste Deutsche wurde Lena Dürr auf Rang 17 mit 5,83 Sekunden Rückstand.
