Für Mikaela Shiffrin war es der siebente Saisonsieg sowie der insgesamt 71. Erfolg im Slalom und Weltcupsieg Nummer 108. Zwei Rennen vor Saisonende liegt sie in der Slalomwertung uneinholbar vor Camille Rast, während Katharina Truppe Rang vier belegt. Mit dem erneuten Triumph baute Shiffrin ihre beeindruckende Sammlung auf insgesamt 16 Kristallkugeln aus.
Bereits nach dem ersten Durchgang hatte Shiffrin mit über einer Sekunde Vorsprung geführt, im Finale legte sie mit einer weiteren Bestzeit noch nach. Ihre Fahrt wirkte von Beginn an kontrolliert und souverän, Zweifel am Sieg ließ sie keine aufkommen.
Nach dem Rennen erklärte Shiffrin, sie habe sich während des Bewerbs voll auf den Kurs konzentriert und nicht an die Kristallkugel gedacht. Jetzt freue sie sich schon auf Olympia: "Es immer wieder ein Vergnügen, hier zu fahren. Die Stimmung ist großartig. Die Olympischen Spiele werden eine ganz andere Herausforderung. Ich hatte großartige Spiele, ich hatte harte Spiele. Wir kommen mit einem starken Team."
Rast bleibt Shiffrins härteste Konkurrentin
Camille Rast bestätigte erneut ihre Rolle als stärkste Herausforderin. Mit einer sehr schnellen zweiten Fahrt verbesserte sich die Schweizerin noch vom vierten Rang auf Platz zwei. Es war ihr fünfter Podestplatz im Slalom in dieser Saison. Rast bleibt damit die einzige Läuferin, die Shiffrin in diesem Winter in einem Slalom schlagen konnte.
DSV-Youngster Emma Aicher verteidigte ihren dritten Zwischenrang erfolgreich und stand damit zum dritten Mal im Slalom auf einem Weltcup-Podest. Katharina Truppe verpasste ihr zweites Saison-Stockerl nur um drei Hundertstel. Die Österreicherin machte im zweiten Durchgang viele Plätze gut, haderte aber mit einem Fehler, der sie entscheidende Zeit kostete.
ÖSV-Damen mit Licht und Schatten
Einen deutlichen Sprung nach vorne schaffte Katharina Huber. Mit einer mutigen Fahrt arbeitete sie sich im Finale um sieben Positionen nach vorne und erreichte als Siebente ihr bestes Saisonresultat. Auch Katharina Gallhuber zeigte im zweiten Lauf eine Steigerung und wurde 14., womit sie ihre Chancen auf eine Olympianominierung zumindest wahrte.
Weniger erfreulich verlief das Rennen für einige andere ÖSV-Läuferinnen. Natalie Falch und Franziska Gritsch verpassten den zweiten Durchgang, Lisa Hörhager schied nach einem Sturz im ersten Lauf aus. Die Tirolerin wurde zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Ob ihre Verletzungen Auswirkungen auf eine mögliche Olympia-Teilnahme haben, wird sich erst zeigen.
Vor den Olympischen Spielen stehen für die Frauen noch zwei Speedrennen in Crans-Montana auf dem Programm, ehe der Fokus endgültig auf die Winterspiele gerichtet wird.
