Tschofenig, Sieger der Vierschanzentournee im vergangenen Jahr, hatte in dieser Saison bislang mit Aufs und Abs zu kämpfen. Umso mehr freut es den Kärntner, dass es in Oberstdorf, Garmisch, Innsbruck und Bischofshofen bergauf ging - gekrönt durch den Tagessieg beim vierten Event.
„Ich bin glücklich, ich glaube, letztes Jahr war absolut genial mit allem, was passiert ist. Dieses Jahr hab ich mir weniger erwartet, die Sprünge waren mehr als in Ordnung, und heute war ein genialer Tag", sagte Tschofenig im ORF-Interview.
Prevc dominiert Gesamtwertung
Der Slowene Domen Prevc zeigte über alle vier Bewerbe hinweg konstante Spitzenleistungen. Siege in Oberstdorf und Garmisch sowie zweite Plätze in Innsbruck und Bischofshofen reichten für seinen souveränen Gesamterfolg – es war der dritte Tournee-Triumph eines Slowenen nach Primoz Peterka. Zwar musste sich Prevc im Finalspringen Tschofenig geschlagen geben, der Gesamtsieg geriet jedoch nicht mehr in Gefahr.
„Es ist überwältigend, ich muss das noch verarbeiten. Vielleicht werde ich morgen beim Teetrinken realisieren, dass ich wirklich Großartiges geleistet habe. Vor allem die harte Arbeit, die Jahre und jeder einzelne Tag. Jetzt kommt alles zusammen“, sagte Prevc.
Starke Teamleistung der Österreicher
Hinter Kobayashi folgte in Bischofshofen ein geschlossen starkes österreichisches Team: Jan Hörl, Stephan Embacher, Stefan Kraft und Manuel Fettner belegten die Plätze vier bis sieben. Hörl zeigte sich zufrieden mit seiner Tournee und lobte die außergewöhnliche Konstanz von Prevc.
Der erst 19-jährige Embacher zog ebenfalls ein positives Fazit: Mit Rang drei in der Gesamtwertung hatte er vor Beginn der Tournee nicht gerechnet. Kraft hob vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit und die besondere Stimmung bei den Bewerben hervor.
Für Fettner war es der letzte Auftritt bei einer Vierschanzentournee. Der 40-Jährige beendete das Finale als Siebenter und schloss die Gesamtwertung noch einmal in den Top Ten ab – ein würdiger Abschied.
