Auch Tschofenig stark
Philipp Raimund – in dieser Saison schon viermal auf dem Podest – belegte vor 15.500 Fans am Schattenberg klar hinter Weltmeister Domen Prevc (139,5 m), aber vor Titelverteidiger Daniel Tschofenig (Österreich) Rang zwei. Um ein Haar hätte es zum dritten deutschen Qualisieg in Oberstdorf seit 2000 gereicht. Dies war zuletzt nur Andreas Wellinger (2021) und Richard Freitag (2017) gelungen.
Der zweite deutsche Hoffnungsträger Felix Hoffmann ließ als Zwölfter dagegen noch Luft nach oben. Bei der Generalprobe in Engelberg war der Senkrechtstarter noch zweimal auf das Podest geflogen.
Geiger am Montag nicht dabei
Für die Sorgenkinder Karl Geiger und Andreas Wellinger endete das Comeback zwiegespalten. Lokalmatador Geiger verpasste erstmals seit 2013 den Wettkampf auf seiner Heimschanze, der zweimalige Olympiasieger Wellinger ist nach einem ordentlichen Sprung auf Rang 39 zumindest dabei. Das DSV-Duo hatte nach schwachen Ergebnissen vor der Tournee im Weltcup pausiert, um an der Form zu feilen.
Kraft abgeschlagen
Die Topfavoriten erlebten Licht und Schatten: Während der im Gesamtweltcup führende Prevc überragte, musste sich Ryoyu Kobayashi mit Rang sieben begnügen. Der Japaner kann die Tournee zum vierten Mal gewinnen. Der Österreicher Stefan Kraft kam nicht über den 33. Platz hinaus.
