Das Ergebnis setzte die bemerkenswerte Serie des Masters fort, denn alle sechs Begegnungen der 1. Runde endeten mit 6:2 – doch von einem lockeren Durchmarsch konnte keine Rede sein.
Hawkins erwischte den besseren Start und holte sich den ersten Frame, nachdem Higgins eine Schwarze verschoss, als er bereits mit 35:0 führte.
Zum Match-Center: Higgins vs. Hawkins
Mit einem 58er Break sicherte sich der Engländer den verdienten Auftakt, doch das Match kippte rasch. Der viermalige Weltmeister konterte mit einer 50 im zweiten Frame zum Ausgleich und legte im dritten Durchgang eine entscheidende 71 nach, nachdem Hawkins ihn bei 46:0 wieder ins Spiel brachte. In der Folge reichte eine 53 im vierten Frame, um mit 3:1 in die Pause zu gehen.
John Higgins nutzt Barry Hawkins' Fehler eiskalt
Hawkins war nicht klar unterlegen, aber Higgins nutzte seine Chancen eiskalt. Eine verschossene Schwarze hier, eine zu kurze Safetie da - das lud Higgins immer wieder ein, der nutzte diese Gelegenheiten souverän.
Im fünften Frame keimte für Hawkins kurz Hoffnung auf, als er ein 64er Break spielte und auf 2:3 verkürzte. Doch der Schotte ließ sich davon nicht beirren und legte im siebten Frame eine 99 auf, im siebten Frame reichte dann ein 58er Break, um die vorentscheidende 5:2-Führung herzustellen.
Auch der letzte Frame folgte demselben Muster. Higgins erzielte 61 Punkte, bevor er den Sieg mit der letzten Roten in die Gelbe Tasche perfekt machte und das Match nach etwas mehr als zwei Stunden beendete – damit steht er zum 16. Mal im Masters-Viertelfinale.
Kyren Wilson verpasst Maximum Break, Si aber chancenlos
Kyren Wilson gewann am Nachmittag ebenfalls mit 6:2 gegen Si Jiahui. Wilson entschied den ersten Frame für sich, dann befand er sich auf bestem Wege zu einem Maximum Break, doch obwohl die Bälle gut lagen, verschoss er eine machbare Rote nach 80 Punkten und krönte sich so nicht zum sechsten Spieler der Masters-Historie, dem ein Maximum gelang.
Si verkürzte mit einem hervorragenden Break von 97 Punkten und hatte anschließend die Möglichkeit, sich Frame vier noch zu sichern, obwohl er bereits mit 0:53 zurücklag. Nach 21 Punkten in Serie verschätzte er sich jedoch bei der Schwarzen in die obere Ecke und traf dabei zuerst eine Rote, was Wilson, um mit 3:1 in die Pause zu gehen.
Zum Match-Center: Wilson vs. Si
Frame fünf dauerte 34 Minuten – der bislang längste der Woche – und wurde entschieden, als Si einen schwierigen Snooker auf die letzte Gelbe legte und die sich bietende Chance nutzte, um den Rückstand zu verkürzen.
Doch dann schaltete Wilson einen Gang höher und beendete die Partie stark mit Breaks von 59, 101 und 105 in den letzten drei Frames. Wilson trifft im Viertelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Neil Robertson und Chris Wakelin, der nach der Absage von Ronnie O'Sullivan ins Teilnehmerfeld nachrückte.
