Snooker: Kyren Wilson holt sich ersten Masters-Titel

Kyren Wilson bejubelt ersten Masters-Titel.
Kyren Wilson bejubelt ersten Masters-Titel.Every Second Media, Every Second Media / Alamy / Profimedia

Kyren Wilson gewinnt nur sechs Wochen nach seinem enttäuschenden Erstrundenaus bei der UK Championship das Masters. Beim prestigeträchtigen Einladungsturnier bezwingt der Brite John Higgins mit 10:6. Es ist der erste Masters-Titel für Wilson.

Debüt-Titel für Kyren Wilson beim Masters! Die Nummer zwei der Welt lässt John Higgins im Finale keine Chance und gewinnt das Finale mit 10:6.

Der Brite ging mit einer 5:3-Führung in die zweite Session, nachdem er am Nachmittag vor der Pause zwei Frames mit einer starken Aufholjagd im Endspiel auf die Farben holte und beim Stand von 3:3 zum Abschluss der Session zwei Century Breaks (103, 111) spielte.

Zum Match-Center: Wilson vs. Higgins

John Higgins mit besserem Start in den Abend

In der Abendsession verkürzte Higgins im Eröffnungsframe dank eines 71er Breaks den Rückstand. Im nächsten Durchgang lag er mit 36:48 zurück, als er ein riskantes Double probierte, doch die Rote traf nur die Kante der Mitteltasche, was Wilson zur 6:4-Führung nutzte.

Im 11. Frame führte Higgins mit 61:15, als er eine eigentlich einfache Schwarze verschoss. Wilson forcierte anschließend den benötigten Snooker und hatte dann die Chance auf einen Clearance, scheiterte jedoch an der finalen Pinken. Higgins entschied den Frame nach einem Safety-Duell letztlich ohne Probleme, nachdem Wilson Pink bei einem langen Ball vor der Ecktasche liegen ließ. Im 12. Frame verfehlte Higgins erneut Schwarz vom Spot, was Wilson zu 49 Punkten in Serie nutzte und vor dem Midsession Intervall mit 7:5 in Führung ging.

Kyren Wilson zieht nach der Pause davon

Nach der Pause ging es wieder deutlich enger zu, Higgins unterlief ein Safety-Fehler auf Braun beim Endspiel auf die Farben, das ermöglichte Wilson erstmals eine Drei-Frame-Führung. Ein 78er Break baute seinen Vorsprung weiter aus und der Brite hatte im nächsten Frame eine Chance das Match zu entscheiden, verschoss jedoch bei gut liegenden Bällen Schwarz vom Spot. Higgins schöpfte dank einer 70 neue Hoffnung.

Auch im 16. Frame bekam er früh eine Gelegenheit, ihm gelangen aber nur 12 Punkte. Der entscheidende Moment ereignete sich beim Stand von 44:12: Wilson lochte eine Rote aus mittlerer Distanz sauber und legte weitere 24 Punkte nach, die letztlich reichten, um die Ziellinie zu überqueren.