"So peinlich": Russische Tennisspielerin bedauert Veröffentlichung von Rune-Avancen

Holger Rune war das Thema der Aussagen von Veronika Kudermetova.
Holger Rune war das Thema der Aussagen von Veronika Kudermetova.TT News Agency / Alamy / Profimedia

Die russische Tennisspielerin Veronika Kudermetova hat offen darüber gesprochen, wie beschämend sie es empfand, dass ein privates Gespräch über die Avancen ihres Kollegen Holger Rune ohne ihre Zustimmung an die Öffentlichkeit gelangte und für Aufsehen sorgte.

Der Vorfall ereignete sich im Juli 2025, als Kudermetova Gast in einem Podcast war, der von ihrer ehemaligen Doppelpartnerin Elena Vesnina moderiert wurde. Während der Aufnahme erzählte Kudermetova beiläufig eine Anekdote über den dänischen Tennisprofi Holger Rune.

In dem später kursierenden Ausschnitt berichtete Kudermetova, Rune habe ihr kürzlich eine private Nachricht geschrieben. Sie habe ihn darauf hingewiesen, dass sie deutlich älter und zudem verheiratet sei.

Kudermetova "lange Zeit sehr niedergeschlagen"

"Rune hat mir neulich geschrieben. Ich sagte zu ihm: ‚Junge, ich bin wahrscheinlich zu alt für dich. Wenn du mein Instagram angesehen hättest, wüsstest du, dass ich verheiratet bin.‘ Er antwortete nur: ‚Oh, tut mir leid.‘ Danach hat er mich nicht einmal mehr gegrüßt", schilderte sie.

Im Nachhinein stellte Kudermetova klar, dass diese Erzählung niemals für die Öffentlichkeit gedacht gewesen sei. In einem aktuellen Interview mit dem russischen Portal TI-Sport erklärte sie, wie sehr sie die Situation belastet habe. "Ehrlich gesagt war ich nach diesem Interview lange Zeit sehr niedergeschlagen, weil alles so falsch und unschön dargestellt wurde", sagte sie.

Besonders bitter sei für sie gewesen, dass das Gespräch während einer Phase stattfand, in der die Kameras noch aufgebaut wurden. "Es war ein rein privates Gespräch zwischen Lena Vesnina und mir, noch bevor das eigentliche Interview begann. Ich hätte nie gedacht, dass das in der finalen Podcast-Folge landet", betonte Kudermetova.

Nach eigenen Angaben bat sie Vesnina ausdrücklich darum, diesen Teil nicht zu veröffentlichen. "Die Geschichte über Rune wurde abseits der eigentlichen Aufnahme erzählt. Ich habe sie sogar gebeten, diesen Abschnitt herauszuschneiden. Trotzdem wurde der Podcast ausgestrahlt."

"Wollte mich am liebsten entschuldigen"

Besonders schmerzhaft sei gewesen, wie schnell sich die Situation nach der Veröffentlichung zugespitzt habe. "Plötzlich war alles öffentlich, alle Medien griffen es auf, und daraus entstand eine sehr unangenehme Dynamik", erklärte sie.

Die Folgen machten sich sogar im sportlichen Alltag bemerkbar. "Als ich Rune später bei Turnieren wieder begegnet bin, war es mir ihm gegenüber unglaublich peinlich. Ich wollte am liebsten zu ihm gehen und mich entschuldigen", gab Kudermetova offen zu.