Starke ÖVV-Damen nehmen Schweden als einziges Team einen Satz ab

Die Schwedinnen siegten, hatten gegen Österreich aber hart zu kämpfen
Die Schwedinnen siegten, hatten gegen Österreich aber hart zu kämpfenJohan Nilsson/TT / Shutterstock Editorial / Profimedia

Mit einer starken Leistung gegen den bislang makellosen EM-Co-Gastgeber Schweden haben Österreichs Volleyball-Damen die CEV European League beendet. Trotz einer 1:3-Niederlage setzte die ÖVV-Auswahl ein deutliches Ausrufezeichen und bewies ihre Fortschritte auf internationalem Niveau.

Nach einem schwierigen Start gegen die favorisierten Schwedinnen schien Österreich zunächst auf eine klare Niederlage zuzusteuern. Der erste Satz ging deutlich mit 13:25 verloren, auch im zweiten Durchgang setzte der Favorit mit 25:19 durch.

Doch die Mannschaft von Teamchef Roland Schwab zeigte einmal mehr Moral. Mit zunehmender Spielzeit fand die ÖVV-Auswahl immer besser ins Match und setzte die bis dahin ungeschlagenen Skandinavierinnen zunehmend unter Druck.

Zum Matchcenter: Schweden - Österreich

Der Lohn folgte im dritten Satz. Österreich agierte mutig, servierte aggressiver und nutzte seine Chancen konsequent. Mit 25:18 sicherten sich die EuroVolley-Fighterinnen den Durchgang und sorgten damit für eine Besonderheit: Schweden musste erstmals in der laufenden European League überhaupt einen Satz abgeben.

Trunner und Schaberl überzeugen

Auf österreichischer Seite ragte Julia Trunner heraus. Die Mittelblockerin erzielte 19 Punkte und war damit beste Scorerin ihres Teams. Teamchef Schwab sprach ihr nach der Partie sogar ein „Sonderlob“ aus. Auch Kora Schaberl zeigte erneut ihre Klasse. Die Frankreich-Legionärin steuerte 16 Punkte bei und war mit 40 Prozent positiver Annahme die beste Österreicherin in dieser Statistik.

 

 

Auf der Gegenseite dominierte Schwedens Superstar Isabelle Haak das Geschehen. Die Angreiferin erzielte beeindruckende 39 Punkte und führte zudem die Statistiken bei Assen, Blocks und Annahme an.

Positive Bilanz trotz Niederlage

Im vierten Satz konnte Österreich das Niveau des dritten Durchgangs nicht ganz halten. Schweden gewann mit 25:16 und sicherte sich den erwarteten Erfolg. Dennoch überwog im ÖVV-Lager die Zufriedenheit. „Dass wir Schweden als einziges Team einen Satz abnehmen konnten, freut mich sehr für das Team“, erklärte Schwab. Besonders der dritte Satz habe gezeigt, dass seine Mannschaft auch Topteams unter Druck setzen könne.

Auch Nina Nesimović zog ein positives Fazit: „Das zeigt unser Potenzial. Wir haben gesehen, dass wir auch gegen eine Weltklasse-Diagonale bestehen können. Das stimmt uns optimistisch für die EuroVolley.“

 

CEV European League Women Tabelle
CEV European League Women TabelleFlashscore

 

Blick richtet sich auf die Europameisterschaft

Mit dem Auftritt in Tirana endet für Österreich die diesjährige European-League-Kampagne. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Siege gegen Island, Georgien und Albanien, ein Punktgewinn gegen die Schweiz sowie der prestigeträchtige Satzgewinn gegen Schweden.

Mit insgesamt zehn Punkten darf die ÖVV-Auswahl auf eine Platzierung im oberen Tabellenbereich hoffen. Nun folgt eine kurze Pause, bevor Ende Juli die finale Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2026 in Brünn beginnt.

Die Leistungen der vergangenen Wochen haben jedenfalls gezeigt, dass Österreich bei der EM kein Außenseiter sein möchte. Schweden hat das besonders deutlich zu spüren bekommen.