Seixas uneinholbar: Lipowitz muss sich bei Königsetappe knapp geschlagen geben

Aktualisiert
Lipowitz muss sich im Baskenland mit dem zweiten Platz zufrieden geben
Lipowitz muss sich im Baskenland mit dem zweiten Platz zufrieden gebenNICOLAS CARVALHO OCHOA / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz hat bei der Baskenland-Rundfahrt den Sieg bei der Königsetappe knapp verpasst. Der Tour-Dritte vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe musste sich über 176,2 km rund um Eibar inklusive knapp 4.000 Höhenmetern und acht gewerteten Anstiegen nur dem französischen "Wunderkind" Paul Seixas geschlagen geben.

Er kletterte nach einer starken Vorstellung in der Gesamtwertung aber an seinem Teamkollegen Primoz Roglic vorbei auf Rang zwei. Paul Seixas setzte sich nach einem langen Zweikampf erst im Zielsprint durch und feierte seinen dritten Sieg im fünften Rennen.

"Es war eine harte Etappe, ich war am Limit", sagte Seixas, der sich auf den letzten 30 km einen Zweikampf mit Lipowitz lieferte. Der Deutsche sei "sehr stark" gewesen. "Das war ein enges Rennen, chapeau", so Seixas.

Der 19-Jährige geht mit einem komfortablen Vorsprung von 2:30 Minuten auf Florian Lipowitz in das Finale am Samstag. Roglic belegt im Gesamtklassement Rang drei (+3:40 Minuten), knapp vor dem Spanier Ion Izagirre (Cofidis/+3:50).

Lipowitz ließ nichts unversucht

Bei der womöglich letzten Gelegenheit auf den Gesamtsieg versuchte Lipowitz alles. Erstmals griff der 25-Jährige 70 km vor dem Ziel am Krabelin, einem von drei Anstiegen der ersten Kategorie, an. Seixas jedoch konnte immer folgen.

Am letzten steilen Anstieg 30 km vor dem Ziel lösten sich die Top vier der Gesamtwertung vom bereits ausgedünnten Hauptfeld, Lipowitz versuchte es noch einmal – doch Seixas blieb bis zuletzt dran und setzte die entscheidende Attacke aus dem Windschatten heraus.

Die Schlussetappe am Samstag ist mit 135,4 km vergleichsweise kurz, bietet mit fast 3.000 Höhenmetern aber nochmals ein anspruchsvolles Profil. Zwischen dem Start in Goizper-Antzuola und dem Ziel in Bergara liegen sechs gewertete Anstiege.

So schwer wie die Kletterpassagen am Freitag sind diese aber nicht mehr - und dennoch warnte Seixas mit Blick auf die Wettervorhersage: "Das wird nicht einfach mit dem Regen. Die anderen sind sehr stark, sie wollen gewinnen und werden wieder attackieren."