Während der zweimalige Tour-Champions Jonas Vingegaard souverän den Gesamtsieg perfekt machte und sich weiter in exzellenter Frühform präsentierte, konnte Lipowitz beim Finale rund um das Olympiastadion jede Attacke mitgehen und griff selbst an. Letztlich zog er auf dem Rundkurs am Montjuic mit Klassikerprofil den Sprint für Olympiasieger Evenepoel an.
Der Belgier musste sich schließlich aber hinter dem Australier Brady Gilmore (NSN Cycling Team) und dem Franzosen Dorian Godon (Ineos Grandiers) mit Platz drei begnügen. Bei den Anstiegen der vergangenen Tage hatte Evenepoel nicht ganz mit Lipowitz mithalten können, am Samstag machte der Topstar Tempo für den Ulmer, als dieser bei der Bergankunft in Queralt Platz drei eroberte.
Vingegaard unantastbar
Klare Nummer eins in Katalonien war der Däne Vingegaard, der die beiden schweren Bergetappen und nach Paris-Nizza sein zweites Etappenrennen gewann. Der Jumbo-Visma-Kapitän, der in der Gesamtwertung 1:22 Minuten vor dem Franzosen Lenny Martinez (Bahrain-Victorious) lag, wirkte gerüstet für große Tour-Duelle mit Tadej Pogacar. Zunächst steht allerdings der Giro d'Italia für Vingegaard an.
Lipowitz hatte im Schlussklassement 1:30 Minuten Rückstand. Bei der 105. Auflage der erstmals 1911 ausgetragenen Katalonien-Rundfahrt schaffte es damit erstmals ein deutscher Fahrer unter die Top drei. Vorjahressieger Primoz Roglic, ebenfalls ein Lipowitz-Teamkollege, war nicht am Start.
