Deutsche Hoffnung Lipowitz über Verhältnis zu Rad-Star Evenepoel: "Passt sehr gut"

Evenepoel, Sieger des Zeitfahrens und neuer Führender der Vuelta a EAU
Evenepoel, Sieger des Zeitfahrens und neuer Führender der Vuelta a EAUFADEL SENNA / AFP

Teamwork statt Konkurrenzkampf: Radstar Florian Lipowitz hat das gute Verhältnis zu seinem prominenten Teamkollegen Remco Evenepoel betont. "Das ist gerade die Zeit, in der Remco und ich zum ersten Mal etwas länger zusammen sind und viel gemeinsam trainieren. Bisher passt es zwischen uns sehr gut, und wir verstehen uns gut auf und neben dem Rad", sagte Lipowitz der Sport Bild.

Die beiden Topfahrer bereiten sich gerade mit dem Team Red Bull-Bora-hansgrohe im Trainingslager auf Teneriffa auf die kommenden Aufgaben vor. Bei der einwöchigen Katalonien-Rundfahrt (ab 23. März) sollen Lipowitz und Doppel-Olympiasieger Evenepoel erstmals gemeinsam auf dem Rad sitzen.

Lipowitz, der alles darauf auslegt, bei der Tour de France im Juli in Topform zu sein, geht das Rennen "ohne zu große Erwartungen an konkrete Ergebnisse" an, wie er verriet: "Viel wichtiger ist, die Rundfahrt als Learning mitzunehmen und Erfahrungen mit Blick auf die Tour zu sammeln. Dass wir dort gemeinsam Rennen fahren, ist das Hauptziel." Bei der Tour könnten die beiden eine Doppelspitze ohne klare Kapitänsrolle bilden.

Trainingsfokus auf "kürzere, intensivere Bereiche"

Er und sein Team hätten sich in der Saisonplanung diesmal bewusst für einen "etwas anderen Ansatz entschieden", erklärte Lipowitz. "Mit Blick auf die Tour wollten wir es dieses Jahr optimaler gestalten. Deshalb fahre ich ein ruhigeres Programm, damit ich auch nach der Tour noch genug Energie habe, um die Saison stark zu Ende zu fahren." Im Mai will sich das Team in einem intensiven Höhentrainingslager über fast drei Wochen die Tour-Topform erarbeiten. "Und für Mitte Juni ist noch eine Rundfahrt als letzte Vorbereitung geplant", sagte Lipowitz.

Einen besonderen Fokus legt der Senkrechtstarter des Vorjahres im Training auf eine Schwachstelle. "Bei der reinen Schwellenleistung", sagte Lipowitz, könne er mit den absoluten Topfahrern um Tour-Sieger Tadej Pogacar schon jetzt recht gut mithalten, "aber in den kürzeren, intensiveren Bereichen kann ich mich noch verbessern. Darauf legen wir im Training jetzt einen größeren Fokus."