Erst der Dämpfer im Nordderby, nun die Pleite in Magdeburg: Nach der unsanften Landung auf dem Boden der Handball-Realität waren sie beim THW Kiel erst einmal bedient. "Hier so zu verlieren, ist super hart", sagte THW-Kapitän Rune Dahmke nach dem 26:32 (9:15) in einem einseitigen Bundesliga-Topspiel beim SC Magdeburg.
"Als Mannschaft noch nicht gefestigt "
So gut der Start in die neue Ära bislang auch gelaufen ist, vier Tage nach dem turbulenten Remis gegen Flensburg (31:31) war der neuformierte Rekordchampion beim amtierenden Meister schlichtweg chancenlos. Auch die beiden Starneuzugänge Domen Makuc (9 Tore) und Julian Köster (2) konnten nicht verhindern, dass die Zebras erstmals seit Februar 2024 wieder ein Ligaspiel gegen den SCM verloren.
"Gefühlt war das Spiel nach den ersten 15 Minuten entschieden", so Dahmke. Danach hätte sein Team den Mut verloren. "Daran sieht man, dass wir als Mannschaft noch nicht gefestigt sind. Die Automatismen fehlen einfach noch. Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir am Samstag mit unserer Halle gegen den nächsten Top-Gegner zwei Punkte holen."
Wohl wahr. In der Tabelle ist auch nach der ersten Saison-Niederlage alles im grünen Bereich, der THW rangiert mit 11:3 Punkten auf Platz drei. Doch im kniffligen Heimspiel gegen den VfL Gummersbach (18.00 Uhr/Dyn) sollte das Team um Nationaltorhüter Andreas Wolff den jüngsten Ergebnistrend stoppen, um im Kampf um die Europacup-Plätze nicht wieder früh unter Zugzwang zu geraten.
"Sind auf den Titelfavoriten getroffen"
Bei den Magdeburgern war die Stimmung unterdessen prächtig. Ihr Ausrufezeichen im Spitzenspiel wurde mit dem Sprung an die Tabellenspitze (12:2 Punkte) belohnt. "Das war ein richtig, richtig geiler Sieg von uns und eine richtig geile Leistung von allen", sagte SCM-Profi Gisli Kristjansson bei Dyn: "Wenn wir verloren hätten, hätten wir vier Minuspunkte gehabt und die weiter einen."
Ausschlaggebend war am Mittwochabend vor allem die starke Defensive des SCM, das mussten auch die Kieler anerkennen. "Wir haben gut angefangen, aber nach und nach haben wir den Faden verloren. Dann wächst die Halle und Magdeburg in der Abwehr", sagte THW-Trainer Börge Lund: "Wir sind auf den Titelfavoriten getroffen, der in vielen Arten und Weisen ein fertiges Produkt ist. Das sind wir noch nicht."#
Zum Match-Center: SC Magdeburg vs. THW Kiel
