Letztlich setzte sich der Tennisprofi aber durch und wird auch im kommenden Duell um den Einzug ins Achtelfinale gegen den Briten Cameron Norrie Favorit sein, Zverev muss sich aber weiter steigern. Er ist nach der Niederlage von Yannick Hanfmann gegen Turnier-Mitfavorit Carlos Alcaraz der letzte deutsche Profi im Männer-Wettbewerb.
Zum Match-Center: Alexander Zverev vs. Alexandre Müller
"Das war ein Match auf hohem Niveau. Ich bin extrem Happy mit dem Spiel", sagte Zverev in der John Cain Arena: "Das ist mein Lieblingscourt in Melbourne. Die Atmosphäre ist unglaublich."
Der Hamburger, der weiterhin als erster Deutscher seit Boris Becker 1996 in Melbourne einen Grand-Slam-Titel gewinnen will, überstand bei seiner elften Turnierteilnahme zum neunten Mal die zweite Runde. 2020 und 2024 schaffte er danach den Sprung ins Halbfinale, im vergangenen Jahr erreichte er sogar das Endspiel, unterlag dem Italiener Jannik Sinner dann aber glatt.
Dritter Satz durch Regen unterbrochen
Zverev startete gut in die Partie, doch beim Stand von 3:0 im zweiten Satz verlor er plötzlich komplett den Faden. Er reihte nun Fehler an Fehler, Müller nistete sich in Zverevs Kopf ein, doch der Hamburger fing sich nach dem Satzverlust wieder.
Mitte des dritten Satzes zogen düstere Wolken am Melbourner Nachthimmel auf – und sorgten wenig später für eine Regenunterbrechung. Warum das Dach trotz entsprechender Wettervorhersagen nicht vorher zugemacht worden war, blieb zunächst das Geheimnis des Turnierveranstalters. Zverev nutzte die Pause zu seinem Vorteil und krallte sich den wichtigen Satz.
Im vierten Durchgang ließ er den Physio kommen und sich am Fuß behandeln; Zverev schien Probleme mit dem linken Fuß zu haben. "Ich habe ein Schmerzmittel genommen und es ging danach", erklärte er im Anschluss: "Ich war ein bisschen ängstlich, weil es in Richtung Achillessehne ging, aber ich konnte mich danach wieder gut bewegen."
Von seinem Weg zum Sieg war er nicht mehr abzubringen. "Mir hat sehr vieles gut gefallen. Anderthalb Sätze fand dich es sehr gut, dann hat er eine kleine Krise gehabt", sagte Boris Becker bei Eurosport.
