Sebastian Ofner scheitert in Roland-Garros bereits in Runde 1

Sebastian Ofner
Sebastian OfnerDimitar DILKOFF / AFP / AFP / Profimedia

Für Sebastian Ofner sind die French Open 2026 bereits nach der ersten Runde zu Ende gegangen. Österreichs Nummer eins musste sich am Dienstag dem als Nummer 14 gesetzten Italiener Luciano Darderi mit 6:7, 2:6, 3:6 geschlagen geben und verpasste damit die erhoffte Überraschung.

Lange Zeit hielt Sebastian Ofner die Partie gegen den Weltranglisten-17. Luciano Darderi völlig offen. Vor allem im ersten Satz präsentierte sich der Steirer auf Augenhöhe und startete stark: In seinen ersten beiden Aufschlagspielen gab er keinen einzigen Punkt ab und erspielte sich insgesamt sechs Breakbälle. Genau diese Chancen blieben jedoch ungenutzt – ein Problem, das sich später rächen sollte.

Darderi zeigte sich deutlich effizienter. Beim Stand von 4:4 unterliefen Ofner zwei Doppelfehler in Folge, wodurch der Italiener das erste Break zum 5:4 schaffte. Ofner kämpfte sich zwar sofort zurück und holte das Rebreak, doch im anschließenden Tiebreak setzte sich Darderi knapp mit 7:5 durch. Dieser verlorene erste Satz erwies sich letztlich als Wendepunkt der Partie.

Zum Matchcenter: Sebastian Ofner - Luciano Darderi

Im zweiten Durchgang konnte Ofner einen frühen 0:2-Rückstand zunächst noch ausgleichen, danach häuften sich jedoch die Fehler. Darderi übernahm immer mehr die Kontrolle, dominierte die Ballwechsel und zog mit zwei weiteren Breaks auf 2:0 nach Sätzen davon.

Auch im dritten Satz geriet der 30-Jährige schnell mit 0:3 in Rückstand. Zwar kämpfte Ofner weiter, doch der Italiener spielte die Partie souverän zu Ende und verwertete nach 2:19 Stunden seinen zweiten Matchball.

 

 

Rückfall im ATP-Ranking

Die Niederlage hat für Ofner auch im Ranking Folgen. Der derzeitige Weltranglisten-112. wird kommende Woche weiter zurückfallen und vorerst außerhalb der Top-120 zu finden sein. Für sein Ziel, so schnell wie möglich, in die Top-100 zurückzukehren, muss Ofner also in den kommenden Wochen noch mehr fighten.

Dennoch gibt es für Ofner mittelfristig Hoffnung. Bis inklusive Wimbledon hat er noch viele Punkte aus dem Vorjahr zu verteidigen, danach jedoch kaum noch. Weil ihn 2025 Verletzungen lange zurückgeworfen hatten, kann er in der zweiten Saisonhälfte praktisch ohne großen Druck wieder Boden gutmachen.

Nach dem Aus von Ofner und zuvor Jurij Rodionov ist Österreich im Herren-Einzel in Paris bereits komplett ausgeschieden. Bei den Damen sind hingegen noch Anastasia Potapova und Julia Grabher im Bewerb vertreten.