In seinem ersten Halbfinale bei dem mit 9,4 Millionen Dollar dotierten Hartplatzturnier leistete sich der 28-Jährige in den entscheidenden Momenten zu viele Schwächen. Die ersten Aufschläge kamen nicht wie benötigt, bei den zweiten schlug Sinner unbarmherzig zu. So nahm der 24-Jährige dem verdutzten Zverev im ersten Satz gleich zweimal in Serie den Aufschlag ab. Nach nur 30 Minuten hatte der Wimbledonsieger aus Südtirol den Durchgang gewonnen.
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Im zweiten Satz griff Zverev beim Stand von 3:2 nach seinem ersten Break - Sinner aber wehrte cool ab und holte sich im folgenden Spiel seinerseits das Break. "Sascha hat heute nicht so gut gespielt, ich bin mit meiner Leistung zufrieden", resümierte Sinner, der erstmals in Indian Wells im Endspiel steht - im Vorjahr etwa saß er während des Turniers seine dreimonatige Dopingsperre ab: "Ich hatte mich sehr auf dieses Match gefreut, jedes Duell mit ihm ist knifflig. Nun sehen wir, was kommt."
Sinner auch im zweiten Satz stärker
Dabei schien Zverev deutlich verbessert ins Jahr 2026 gestartet zu sein, bei den Australian Open forderte er dem späteren Turniersieger Carlos Alcaraz in einem epischen Halbfinale über fünf Sätze alles ab, allerdings auch wegen einer Verletzung von Alcaraz. In Indian Wells nun, einem der größten Turniere nach den vier Grand Slams, hatte Zverev erstmals die Vorschlussrunde erreicht - damit gehört er einem elitären Zirkel an: Bei allen neun Masters hatten vor ihm nur Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer und Andy Murray mindestens im Halbfinale gestanden.

Das aber sind Statistiken, die Zverev in der Gegenwart wenig nützen. Sinner dominierte auch im zweiten Satz mit druckvollen Schlägen und erbarmungsloser Präzision. Auf ihn wartet womöglich im Finale das nächste Duell mit seinem Dauerrivalen Carlos Alcaraz. Der spanische Weltranglistenerste, mit dem sich Sinner die Titel bei den vergangenen neun Grand-Slam-Turnieren aufgeteilt hat, trifft im zweiten Halbfinale auf den Russen Daniil Medvedev. Alcaraz ist in diesem Jahr noch unbesiegt.
Zverev wäre in Indian Wells neben Boris Becker (1987/1988) der zweite deutsche Finalist in der Turniergeschichte gewesen. Gegen Sinner bezog er seine neunte Niederlage in Folge gegen die Nummer eins oder zwei der Weltrangliste.
