Nachdem Amtsinhaber Florentino Pérez (79) am Dienstagabend Neuwahlen angekündigt hatte, war Nadal mit einer möglichen Kandidatur von Enrique Riquelme in Verbindung gebracht worden. Der milliardenschwere spanische Geschäftsmann (37) hatte sein grundsätzliches Interesse am Präsidentenamt bereits vor Jahren geäußert.
Pérez hatte ihn bei seinem Rundumschlag am Dienstag mehrmals attackiert und ihn als "Mann mit südamerikanischem" oder "mexikanischem Akzent" bezeichnet. Riquelmes Imperium, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien, hat seinen Sitz in Mexiko.
Riquelme käme aus finanziellen Gesichtspunkten in Frage
Enrique reichte Pérez am Mittwochabend in einem offenen Brief die Hand und regte einen Dialog über die Wahlmodalitäten an. Zugleich stellte er klar, dass er "sämtliche" Voraussetzungen erfülle, um eine Kandidatur um das Präsidentenamt einzureichen.
Auch wenn er offenbar auf die Unterstützung Nadals verzichten muss: Das nötige Kleingeld für eine Kandidatur hätte der "Sonnenkönig", wie er genannt wird. Für eine Kandidatur bei Real braucht es eine finanzielle Garantie in Höhe von 15 Prozent des Vereinsumsatzes - das entspricht nach der jüngsten Bilanz von über 1,2 Milliarden Euro einer Summe von 187 Millionen Euro.
Nadal ist ein bekennender Anhänger von Real und häufiger in den VIP-Logen des Bernabéu zu Gast. Sein Name fällt immer wieder, wenn über mögliche Nachfolger von Pérez spekuliert wird.
