"Balance finden": Zverev feilt in Miami weiter an Bestform

Alexander Zverev bei den Miami Open.
Alexander Zverev bei den Miami Open.Pichichipixx / SplashNews.com / Splash / Profimedia

Alexander Zverev fühlt sich in Miami pudelwohl. Gemeinsam mit Freundin Sophia Thomalla gönnte sich der Tennisstar einen gemütlichen Abend beim NBA-Spiel von Lieblingsteam Miami Heat gegen die Los Angeles Lakers. Nun aber richtet Zverev seinen Blick auf die sportlichen Aufgaben beim Masters in Florida.

"Es ist ein Ort, an dem ich sehr gerne spiele. Es ist auch eine meiner Lieblingsstädte auf der ganzen Welt", sagte der 28-Jährige vor seinem Auftaktmatch gegen den US-Amerikaner Martin Damm am Wochenende: "Und ja, ich hoffe, das wird sich auch auf dem Tennisplatz zeigen."

Match-Center: Martin Damm vs. Alexander Zverev

In Miami, wo Zverev 2018 ins Finale einzog, aber noch auf seinen Premierentitel wartet, soll der nächste Entwicklungsschritt gelingen. Aggressiver und mutiger zu agieren, das hatte sich der Hamburger vor der laufenden Saison vorgenommen. Und nicht zu oft in den entscheidenden Momenten eines Matches in Passivität zu verfallen. "Alles in allem habe ich das Gefühl, dass ich es dieses Jahr schaffe. Ich bin genau der aggressive Spieler, der ich sein möchte. Je länger ich das mache, desto besser wird es werden", sagte er nun gegenüber Medienvertretern.

"Experimentierphase" geht weiter

Für sein langfristiges Ziel nimmt Zverev auch Rückschläge in Kauf. Wie zuletzt im Halbfinale des Masters in Indian Wells, als er gegen den Weltranglistenzweiten Jannik Sinner kaum eine Chance hatte. "Selbst im Halbfinale, als ich gegen Jannik gespielt habe, hatte ich das Gefühl, dass es für mich ein kleines Experiment war. 'Was passiert, wenn ich hyperaggressiv spiele?'", erklärte Zverev: "Und ich bin wahrscheinlich zu sehr in diese Richtung gegangen, und es hat nicht ganz geklappt, also muss ich da eine Balance finden."

Spätestens bei den French Open ab Ende Mai will Zverev auf der Jagd nach dem ersten Grand-Slam-Titel seine Topform erreichen. Bis dahin aber geht die "Experimentierphase" weiter. "Ich bin bereit, den Preis zu zahlen. Im Alter von 28, 29 Jahren ist es einfach einen Versuch wert", sagte Zverev, der in Miami eine gute Auslosung erwischt hat und auf einen langen Lauf durchs Turnier hoffen darf.