Letzte Hürde Lehecka: Sinner greift in Miami nach dem "Sunshine Double"

Jannik Sinner könnte der erste Doppelsieger von Indian Wells und Miami seit 2017 werden
Jannik Sinner könnte der erste Doppelsieger von Indian Wells und Miami seit 2017 werdenMediaPunch / BACKGRID / Backgrid USA

Jannik Sinner bleibt das Maß der Dinge beim "Sunshine Swing": Der 24-Jährige setzte sich im Halbfinale der Miami Open mit 6:3, 7:6 (4) gegen Alexander Zverev durch und baute seine Siegesserie gegen den Deutschen auf sieben Matches aus. Im Finale will der formstarke Jiri Lehecka verhindern, dass der Weltranglisten-Zweite Geschichte schreibt.

In einer hochklassigen Halbfinal-Partie überzeugte Sinner vor allem mit seinem Aufschlag – 15 Asse und eine beeindruckende Konstanz von der Grundlinie ebneten ihm den Weg ins Endspiel. Gleichzeitig baute er seine Serie gewonnener Sätze auf Masters-1000-Niveau auf bemerkenswerte 32 aus.

Nach der Partie zeigte sich der 24-Jährige entsprechend zufrieden. Es bedeute ihm "sehr viel", erneut in einem Finale zu stehen, erklärte Sinner und betonte, dass die vergangenen Wochen unabhängig vom Ausgang des Endspiels bereits "eine unglaubliche Turnierserie" gewesen seien.

Historische Chance in Miami

Mit dem Finaleinzug rückt für Sinner ein seltenes Kunststück in greifbare Nähe: das sogenannte "Sunshine Double", also die Titelgewinne in Indian Wells und Miami innerhalb weniger Wochen. Zuletzt gelang dieses Kunststück Roger Federer im Jahr 2017.

Sinner selbst will den Fokus jedoch bewusst einfach halten. Sein Ziel sei es gewesen, "hier gutes Tennis zu zeigen und so viele Matches wie möglich zu spielen". Dass er nun im Finale stehe, sei kaum besser planbar gewesen – entsprechend groß sei seine Zufriedenheit mit dem bisherigen Turnierverlauf.

Trotz Dominanz Underdog

Im Finale trifft Sinner nun auf Lehecka, der sich im Halbfinale keine Blöße gab und Arthur Fils im Hard Rock Stadium deutlich mit 6:2, 6:2 besiegte. Der Tscheche dominierte die Partie von Beginn an, nahm seinem Gegner jeweils früh den Aufschlag ab und ließ im gesamten Match keinen einzigen Breakball zu. Nach nur 75 Minuten war der Finaleinzug perfekt.

Die Rollen im Finale sind dennoch klar verteilt: Sinner geht als Favorit ins Match. In drei bisherigen Duellen konnte Lehecka noch keinen Satz gegen den Italiener gewinnen. 

Größtes Karreirespiel für Lehecka

Nichtsdestotrotz warnte Sinner vor der Unbekümmertheit seines Gegners. Der Tscheche sei "ein unglaublicher Spieler", der vermutlich freier aufspielen werde. Entscheidend sei daher, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren – "den Rest werden wir sehen", so Sinner.

Zum Match-Center: Lehecka vs. Sinner

Für Lehecka ist es das erste Finale auf Masters-1000-Ebene und die bislang größte Chance seiner Karriere. Nach Titeln in Adelaide (2024) und Brisbane (2025) könnte er nun seinen bislang bedeutendsten Erfolg feiern.