"Wir machen weiter!": Zverev glaubt mit neuem Selbstvertrauen ans große Ziel

Zverev wähnt sich auf dem richtigen Weg in Richtung Grand-Slam-Titel
Zverev wähnt sich auf dem richtigen Weg in Richtung Grand-Slam-TitelFoto von MAURICIO PAIZ / NURPHOTO / NURPHOTO VIA AFP

Jannik Sinner war wieder zu stark, doch Alexander Zverev wähnt sich auf dem richtigen Weg in Richtung Grand-Slam-Titel.

Alexander Zverev verabschiedete sich mit einem Lächeln aus dem Hard Rock Stadium. Die Aussicht auf die Sandsaison, das wachsende Vertrauen in die eigenen Offensivqualitäten und dazu ein Lob des überragenden Jannik Sinner ließen ihn das Halbfinal-Aus in Miami deutlich besser ertragen. "Es ist, wie es ist", sagte Zverev, ohne groß mit der vergebenen Chance zu hadern: "Wir machen weiter!"

Lob auch von Sinner

Nach dem Sunshine Double mit den Masters in Kalifornien und Florida geht es für Zverev in seiner Wahlheimat und auf seinem Lieblingsbelag weiter. In Monte Carlo läutet er die Vorbereitung auf seinen nächsten Angriff auf den ersehnten Grand-Slam-Titel ein. Im Juni in Paris soll es soweit sein. "Dieses Jahr fühle ich mich anders. Ich fühle, dass es passieren kann - und dass es passieren wird", sagte Zverev in Miami.

Zuversicht zieht er aus seinem neuen Spielverständnis, nie wieder will er zaudern, sondern sein Glück selbst in die Hand nehmen. "Für den Rest meiner Karriere werde ich dieser Spieler sein", sagte der 28-Jährige nach dem 3:6, 6:7 (4:7) gegen Sinner. Dass er diesmal dem auf Hartplätzen gnadenlosen Italiener auf Augenhöhe begegnete, gab Zverev trotz der siebten Niederlage in Serie Selbstvertrauen.

"Er hat unglaublich gut gespielt", lobte Sinner, der dem Druck des Deutschen standgehalten hatte. Und Zverev meinte: "Der zweite Satz hätte in beide Richtungen kippen können." Eine Unkonzentriertheit im Tiebreak kostete ihn den möglichen Ausgleich. Zverev verschlug einen leichten Überkopfball. "Ich habe den Ball etwas aus den Augen verloren, bin hochgesprungen und habe ihn falsch getimt", erklärte er.

Erlösung bei den French Open?

Nach der klaren Niederlage im Halbfinale von Indian Wells reichte es gegen Sinner somit ein weiteres Mal nicht. Das soll sich auf Sand ändern, hier rechnet sich Zverev die größten Chancen aus. Am Montag rückt er auf Platz drei vor und ist damit auch laut Weltrangliste der erste Herausforderer für das Top-Duo Sinner und Carlos Alcaraz. Der Hamburger wähnt sich auf dem richtigen Weg.

"Mir ist wirklich wichtig, mein Spiel zu verbessern, um einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen", hatte er vor dem Match gegen Sinner gesagt. Mit der neuen offensiven Marschroute, das versicherte Zverev, werde es irgendwann klappen. Womöglich schon bei den French Open? Der Glaube daran wächst, weil Zverev den neuen Spielstil erstaunlich schnell und konstant umsetzt. Er selbst hatte mit mehr Rückschlägen gerechnet.

Die blieben zumindest in Indian Wells und Miami aus - und zumindest beim zweiten Match gegen Sinner fehlte Zverev nicht viel zur Überraschung. Die Reise nach Europa trat er somit zwar ohne Pokal, aber durchaus zufrieden an. Der Glaube an den Grand-Slam-Coup lebt, auch wenn Zverev weiß, dass vor dem Gipfel stets ein Ausnahmespieler wie Sinner oder Alcaraz auf ihn warten wird.