Alexander Zverev schnappte sich seinen Dackel Mishka und federte beschwingt von der Anlage am Hard Rock Stadium in Miami. Nächstes Masters, nächstes Viertelfinale – der deutsche Topspieler präsentiert sich in diesem Frühjahr wieder deutlich konstanter und wird direkt belohnt.
Zverev, der beim 7:6 (7:4), 7:6 (7:1) im Achtelfinale gegen den Franzosen Quentin Halys eine erneut konzentrierte Leistung zeigte und zum 111. Mal die Runde der letzten acht auf ATP-Level erreichte, wird nach dem Turnier in der Weltrangliste wieder an Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic vorbei auf Rang drei klettern.
Im Halbfinale gegen Sinner?
Doch das reicht dem 28-Jährigen nicht. Zverevs Ziel ist es, weiter zu den Topstars aufzuschließen. Sollte er sich auch in der Runde der letzten Acht gegen Francisco Cerúndolo durchsetzen, könnte er wie im Halbfinale von Indian Wells den Weltranglistenzweiten Jannik Sinner herausfordern, der zunächst aber auch den US-Amerikaner Frances Tiafoe bezwingen muss.
Zverev gelang es erst zum zweiten Mal überhaupt in seiner Karriere, nacheinander bei den prestigeträchtigen Events in Indian Wells und Miami ins Viertelfinale einzuziehen. Während Konkurrenten wie der Weltranglistenerste Carlos Alcaraz, der US-Amerikaner Taylor Fritz oder der Russe Daniil Medvedev schon ihre Sachen packen mussten, soll für Zverev noch nicht Schluss sein.
Der Aufschlag funktioniert
Im Turnierverlauf besticht er vor allem mit seinem starken Service, ihm gelangen gegen Halys 16 Asse. "Das ist ein Schlag, der gut funktioniert, und ich hoffe, dass er auch weiterhin gut funktioniert. Heute haben wir beide enorm stark aufgeschlagen. Ich hatte nicht viele Breakchancen", sagte Zverev, der im Vergleich zum Saisonstart im vergangenen Jahr stabiler wirkt.
Dabei arbeitet er weiterhin an der richtigen Balance aus aggressivem Spiel und der nötigen Sicherheit. In Indian Wells hatte er versucht, gegen Sinner "hyperaggressiv" zu spielen und übertrieb es nach eigener Einschätzung etwas.
"Je länger ich das mache, umso öfter ich es ausprobiere, desto besser wird es", sagte Zverev aber in Miami zu seinem neuen, aggressiveren Spielstil, der für ihn ein Türöffner zu großen Titeln sein soll.
