"Nein, da muss natürlich der Ordner schauen und sagen, 'gerne, aber wenn die Spieler sitzen, nicht wenn sie spielen'" führte Becker aus: "Die können nicht machen, was sie wollen. Sie stören die ganze Atmosphäre, den ganzen Spielrhythmus. Influencer hin, Influencer her."
Immer wieder kam es in den vergangenen Tagen in New York zu Zwischenfällen. Während des Erstrundenspiels der viermaligen Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka im Arthur Ashe Stadium drehte eine Gruppe ein Tanzvideo auf der Tribüne – und das während eines laufenden Spiels.
Osaka: "Man muss den Sport respektieren"
"Wenn man zu einer Sportveranstaltung kommt, muss man den Sport natürlich respektieren", sagte Osaka. Sie halte es "für eine Frage der Höflichkeit, sich über den Sport zu informieren, insbesondere über die Etikette", so die Japanerin, die aber auch versöhnliche Töne anschlug.
"Es ist eine gute Sache, wenn Menschen den Tennissport bei ihrem jeweiligen Publikum populär machen", sagte Osaka: "Aber ich denke, das muss viel besser gehandhabt werden, insbesondere in einer Situation wie in meinem Erstrundenspiel."
Besonders kritisch sehen die Profis den Einsatz von Blitzlicht und hellen Ringlichtern beim Erstellen von Inhalten. Auch die US-Hoffnungsträgerin Coco Gauff wies explizit darauf hin. Der Veranstalter reagierte inzwischen unter anderem mit einem Hinweis auf den Videoleinwänden, bei dem die Fans gebeten werden, auf Blitzlicht oder "andere Beleuchtungen" zu verzichten.
