Ofner trifft in Wimbledon auf Rasenspezialist Hurkacz

Ofner trifft in Wimbledon auf Rasenspezialist Hurkacz
Ofner trifft in Wimbledon auf Rasenspezialist HurkaczČTK / imago sportfotodienst / Juergen Hasenkopf

Nach seinem erfolgreichen Auftakt in Wimbledon steht Sebastian Ofner in der zweiten Runde vor einer deutlich größeren Aufgabe. Der Steirer bekommt es am Mittwoch mit Hubert Hurkacz zu tun, der auf Rasen zu den gefährlichsten Spielern im Feld zählt. Während Ofner nach einem Kraftakt in Runde eins weiter Selbstvertrauen tankte, präsentierte sich Hurkacz zum Auftakt äußerst souverän.

Sebastian Ofner musste gegen Hamad Medjedovic über die volle Distanz gehen. Nach einem schwachen Start fand der Österreicher immer besser in die Partie, kämpfte sich zweimal nach Satzrückstand zurück und setzte sich am Ende mit 1:6, 6:2, 4:6, 6:3, 6:4 durch. Besonders positiv: Ofner blieb nach dem verpatzten ersten Satz ruhig, steigerte sich beim Aufschlag und bewies in den entscheidenden Phasen die nötige Stabilität.

 

 

Hubert Hurkacz hatte in seiner ersten Partie die deutlich schwerere Aufgabe auf dem Papier, löste diese aber beeindruckend. Gegen den gesetzten Casper Ruud gewann der Pole in drei Sätzen und zeigte dabei genau jene Qualitäten, die ihn auf Rasen so unangenehm machen: Einen starken ersten Aufschlag, kurze Ballwechsel und viel Ruhe in engen Situationen. In Wimbledon fühlt sich Hurkacz traditionell wohl, 2021 stand er hier bereits im Halbfinale.

Für Ofner wird es vor allem darum gehen, die eigenen Aufschlagspiele möglichst sauber durchzubringen und bei den wenigen Chancen im Returnspiel sofort zur Stelle zu sein. Gegen Hurkacz gibt es auf Rasen meist nicht viele Möglichkeiten, weshalb Ofner aggressiv bleiben und gleichzeitig seine Fehlerquote niedrig halten muss. Je länger die Ballwechsel werden, desto eher kann der Österreicher den Polen aus dessen Komfortzone bringen.

Der direkte Vergleich spricht bislang für Hurkacz. Das bisher einzige Duell der beiden fand 2025 in Genf statt, damals setzte sich der Pole im Halbfinale mit 6:3, 6:4 durch. Auch in Wimbledon geht Hurkacz als Favorit in die Partie, doch Ofner hat mit seinem Fünfsatzsieg zum Auftakt gezeigt, dass er bereit ist, sich in schwierige Matches hineinzukämpfen.