Die Idee war bei den Australian Open vom scheidenden Turnierdirektor Craig Tiley, dem künftigen Chef des US-Tennisverbands, ins Gespräch gebracht worden. Tiley hatte der The New York Times gesagt, ein "Best-of-five"-Format, wie es auch die Männer spielen, sollte ab dem Viertelfinale diskutiert werden: "Alle Untersuchungen zeigen, dass das Interesse mit zunehmender Matchdauer wächst."
Gauff ist skeptisch
Unter den Spielerinnen ist der Vorstoß umstritten. Die amtierende French-Open-Siegerin Coco Gauff meinte, es würde ihr zwar "wahrscheinlich entgegenkommen", sie wolle eine solche Änderung aber nicht unbedingt – und wenn, dann für das gesamte Turnier. "Ich denke, das Format mitten im Turnier zu ändern, widerspricht dem Gedanken gleicher Wettbewerbsbedingungen", sagte Gauff.

Swiatek und Pegula ablehnend
Deutlich ablehnend äußerte sich die frühere Weltranglistenerste Iga Swiatek. "Ich finde das ehrlich gesagt einen merkwürdigen Ansatz in einer Welt, in der alles immer schneller wird", sagte die Polin: "Ich weiß also nicht, ob das Publikum das wirklich mögen würde. Außerdem weiß ich nicht, ob wir die Qualität über fünf Sätze aufrechterhalten könnten. Nun, das ist eine Tatsache: Männer sind körperlich stärker und können das mit Sicherheit besser verkraften."

Eine Reform würde laut Swiatek zudem den gesamten Kalender beeinflussen. Auch US-Spielerin Jessica Pegula machte auf mögliche Terminprobleme aufmerksam: "Wir müssten Wochen hinzufügen. Wir kommen ja jetzt schon kaum durch den Kalender."
