Katharina Schmid saß mit feuchten Augen und einem breiten Grinsen hoch oben auf dem Balken, unten im Tal entkorkten Freunde, Familie und die deutschen Skispringer schon die Sektflaschen. Mit zwei Flügen zum Genießen ist die Rekord-Weltmeisterin in Planica in den sportlichen Ruhestand gesegelt. Und stand nach der Landung in einem neuen Leben im Mittelpunkt einer ausgelassenen Schanzenparty.
"Ich freue mich riesig, dass ich das erleben durfte. Mit all diesen Menschen meinen letzten Flug feiern zu dürfen", sagte die 29 Jahren alte Oberstdorferin im ZDF: "Mein größter Erfolg ist, dass ich nie verletzt war. Dafür bin ich so dankbar."
Schmid hatte 2023 an gleicher Stelle den Höhepunkt ihrer Karriere erlebt und dort drei ihrer sieben WM-Titel gewonnen. "Das Leben beginnt jetzt in eine andere Richtung, dafür wünsche ich alles Beste", gab Bundestrainer Heinz Kuttin der langjährigen Topspringerin mit auf den Weg.
Beim Saisonfinale reichte es für Schmid zwar nur zum letzten Platz unter 13 Springerinnen – das war aber einigermaßen nebensächlich. "Ich freue mich einfach, hier zu sein, ich kann einfach nur genießen."
Prevc gewinnt (wieder einmal)
Im kleinen Feld der besten Springerinnen im Weltcup beim ersten Frauen-Wettkampf in der langen Flug-Geschichte von Planica krönte die Slowenin Nika Prevc ihren herausragenden Winter und baute ihren Saisonrekord auf 18 Siege aus.
Die Weltmeisterin, die am Freitag im Training ihren eigenen Skiflug-Weltrekord auf 242,5 m verbessert hatte, setzte sich mit Sprüngen auf 228,5 und 221,0 durch. Beste der drei deutschen Springerinnen war Agnes Reisch als Achte, Selina Freitag, wurde Zehnte.
