"Es tut auf jeden Fall weh. Es ist immer schmerzhaft zu verlieren, und zu Hause zu verlieren, tut sehr weh. Wir sind für nicht besonders viel bestraft worden, für einen Konter in der ersten Halbzeit", sagte Tuchel. Kaoru Mitoma (23.) hatte die Partie nach einem blitzsauberen Angriff zugunsten der Japaner entschieden.
Zum Match-Center: England vs. Japan
Der ehemalige Bayern-Trainer, der unter anderem auf Harry Kane, Declan Rice und Bukayo Saka verzichten musste, hatte ein Offensiv-Quartett aus Phil Foden, Cole Palmer, Morgan Rogers sowie Anthony Gordon aufgeboten. Doch die Engländer erspielten sich gegen das disziplinierte japanische Pressing kaum Torchancen. Nach dem 1:1 gegen Uruguay am Freitag war es der zweite enttäuschende Auftritt vor der im Juni beginnenden WM.

"Wir müssen das in die richtige Perspektive rücken, es ist nicht das Ende der Welt", sagte Tuchel. "Wir brauchen diese Spiele, wir wissen, dass es ein schwerer Gegner ist, wir hatten mehrere Spieler nicht zur Verfügung. Wieder eine neue Formation, wir haben viel ausprobiert, und wir müssen daraus lernen."
Verletzungsseuche im England-Kader
Gleich acht Spieler hatten das Teamquartier vor dem Spiel verlassen, fünf davon verletzungsbedingt – darunter Saka, Rice und Noni Madueke. Tuchel hatte die Ausfälle am Montag mit der Belastung durch die laufende Saison erklärt und betont, er sei "nicht wütend auf die Spieler".
Die Bedeutung von Kapitän Kane, der wegen einer "leichten Verletzung" aus dem Training geschont wurde, stellte er nicht infrage – und reagierte leicht genervt auf die Frage, ob sein Team zu sehr von dem Angreifer abhängig sei.
"Warum sollte Argentinien nicht auf (Lionel) Messi setzen oder Portugal nicht auf Cristiano Ronaldo? Das ist völlig normal. Schlüsselspieler haben bei uns das Camp verlassen, und das hat man ein Stück weit gesehen. Uns hat der Punch gefehlt", sagte Tuchel.
