In den vergangenen Monaten hätten ihn die Verbände "einstimmig gebeten, seine ursprüngliche Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren, zu überdenken. Ceferin ist diesem Wunsch nun nachgekommen", so die UEFA.
"Ich möchte den Nationalverbänden für ihr Vertrauen danken. Wir haben in den vergangenen Jahren außergewöhnliche Herausforderungen gemeistert – und zwar als geschlossenes Team", sagte Ceferin: "Es liegt noch wichtige Arbeit vor uns, weshalb ich ihrer Bitte entsprochen habe. Mein Ziel bleibt unverändert: den europäischen Fußball zu einen, unseren Sport zu stärken und die UEFA für die nächste Generation gut aufzustellen."
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützte Ceferins Ankündigung "ausdrücklich. Gerade in diesen Zeiten ist es außerordentlich wichtig, dass wir eine starke Führungsperson an der Spitze der UEFA haben, die mutig ist, eine integere Persönlichkeit hat und auch unsere Interessen gegenüber der FIFA und anderen wirkungsvoll verfolgt", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf.
Opposition zu Infantino und FIFA
Ceferin hatte beim Kongress vor zwei Jahren in Paris angekündigt, von einer erneuten Kandidatur abzusehen. Vorausgegangen waren Diskussionen um eine Statutenänderung, durch die Ceferins erste Amtsperiode (2016 bis 2019) nach dem Rücktritt von Michel Platini nicht unter die Beschränkung von drei Amtszeiten fällt. Kritiker hatten befürchtet, dass Ceferin dadurch den Weg für eine vierte Amtszeit freimachen wolle. Die UEFA argumentierte, dass die Anpassung aus rechtlichen Gründen notwendig sei.
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Im Vorjahr ließ sich Ceferin nach seiner Rückzugsankündigung bei der Versammlung in Belgrad bereits eine Tür offen. Er ist seit 2016 im Amt, öffentlich hat bisher kein anderer Funktionär Interesse am Posten an der Spitze der UEFA bekundet.
Ceferin führt im Machtkampf mit dem Weltverband und dessen Präsident Gianni Infantino die Opposition an, eine Kandidatur für das Präsidentenamt bei der FIFA schloss er unlängst aus. Beim Treffen der europäischen Verbände in Berlin wurde über das weitere Vorgehen inmitten der Krise im Weltfußball beraten.
