Die Aussage ihres Vaters unmittelbar nach ihrem Sturz, ihre Karriere sei damit ein für alle mal beendet, habe sie angestachelt, betonte Vonn. "Es gibt einen sicheren Weg, mich dazu zu bringen, etwas zu tun: Mir zu sagen, dass ich es nicht kann. Mein Vater könnte also der ausschlaggebende Punkt sein, warum ich noch ein letztes Mal zurückkomme", sagte sie und lachte.
Konkret seien die Comeback-Gedanken noch nicht. Sie könne auch etwas anderes tun, meinte Vonn, wie sie es schon nach ihrem ersten Abschied 2019 getan habe. "Ich weiß, wie es ist, keine Rennläuferin mehr zu sein. Es ist nur so: Skirennen zu fahren, ist etwas, das ich liebe. Und ich hatte in dieser Saison so viel Spaß - aber ich hatte keinen letzten Lauf."
Schwerer Sturz bei Olympia
Den verhinderte ihr schwerer Sturz bei der Olympia-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo, bei dem sie beinahe ein Bein verlor. Vonn musste mehrfach operiert werden und befindet sich in einer monatelangen Reha. Für Vonn steht fest: Diese 13 Sekunden bis zum Unfall sollten nicht ihre Karriere definieren.
Und so finde sie Gefallen an dem Gedanken, "einen letzten Lauf" zu haben, vielleicht mehr. Zunächst gelte es aber, wieder ein normales Leben zu führen. Aktuell sehen ihre Tage so aus: "Zwei Stunden Therapie, zwei Stunden in einer Überdruckkammer, Zeit im Fitnessstudio und mehr." Und am nächsten Tag: alles von vorne.
