Wintersport LIVE: DSV-Adler ohne Medaille – Preuß verpasst erneut das Podest

Aktualisiert
Wintersport LIVE bei Flashscore
Wintersport LIVE bei FlashscoreFlashscore // Foto von KARL-JOSEF HILDENBRAND / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Im Wintersport-Tracker von Flashscore findest du alle Ergebnisse und News zum Skisprung-Weltcup, Biathlon-Weltcup und den alpinen Ski-Wettbewerben. An diesem Wochenende befindet sich das Hahnenkamm-Rennen im traditionsreichen Kitzbühel im Fokus. Zudem findet in Oberstdorf die Skiflug-WM statt.

Highlights: 23. bis 25. Januar 2026

FREITAG

Ski Alpin: Super-G Herren in Kitzbühel (Österreich) – MARCO ODERMATT

Skispringen: Skiflug-WM Einzel in Oberstdorf (Deutschland) – DOMEN PREVC

Biathlon: Einzel Damen in Nove Mesto (Tschechien) – JUSTINE BRAISAZ-BOUCHET

SAMSTAG

Ski Alpin: Riesenslalom Damen in Spindlermühle (Tschechien) – SARA HECTOR | Abfahrt Herren in Kitzbühel (Österreich) – GIOVANNI FRANZONI

Skispringen: Skiflug-WM Einzel in Oberstdorf (Deutschland) – DOMEN PREVC

SONNTAG

Ski Alpin: Slalom Damen in Spindlermühle (Tschechien) – MIKAELA SHIFFRIN | Slalom Herren in Kitzbühel (Österreich) – MANUEL FELLER

Skispringen: Skiflug-WM Team in Oberstdorf (Deutschland) – JAPAN

Biathlon: Massenstart Herren in Nove Mesto (Tschechien) – ERIC PERROT| Massenstart Damen – JULIA SIMON

Wintersport LIVE

SONNTAG, 25. JANUAR

19:01 Uhr - BIATHLON DAMEN - Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß hat im letzten Rennen vor den Olympischen Spielen den erneuten Sprung auf das Podest klar verpasst. Beim Sieg der Französin Julia Simon (1 Strafrunde) im Massenstart beim Biathlon-Weltcup in Nove Mesto belegte Deutschlands Sportlerin des Jahres nach drei Strafrunden nur den 13. Rang (3/+1:26,7 Minuten). Am Freitag hatte sie es mit Platz drei im verkürzten Einzel erstmals in diesem Winter auf das Podium geschafft.

Preuß startete mit einer fehlerfreien Serie und führte anschließend die erste Verfolgergruppe an. Beim zweiten Schießen leistete sie sich dann aber zwei Fehler - und der Rückstand zur Spitze vergrößerte sich deutlich. Diese Lücke konnte Preuß in der Folge nicht schließen, nach einem weiteren Patzer beim letzten Schießen waren alle Hoffnungen auf eine Top-Ten-Platzierung dahin.

Marlene Fichtner belegte nach dem Disqualifikations-Drama im Single Mixed, als ihr vermeintlicher Sieg mit Leonhard Pfund nachträglich abererkannt worden war, den 21. Platz (2/+2:47,6). Am Samstag hatte sie nach dem zweiten Liegendschießen beim Verlassen der Matte ihren linken Arm nicht rechtzeitig durch das Tragegestell des Gewehrs gebracht. Das DSV-Duo wurde aus der Ergebnisliste gestrichen - und Fichtner kämpfte mit den Tränen.

Für das DSV-Team steht vor den Winterspielen nun noch ein Höhentrainingslager in Obertilliach an. Am 8. Februar starten die Medaillenrennen in Antholz mit der Mixed-Staffel.

18:27 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Die deutschen Skispringer haben zum Abschluss der Skiflug-WM in Oberstdorf auch im Teamwettkampf eine Medaille verpasst. Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Karl Geiger und Pius Paschke kamen nach einem Drama um Einzel-Weltmeister Domen Prevc mit 1406,8 Punkten nur auf Rang vier, Gold ging an Japan (1569,6). Erstmals seit 16 Jahren blieb Deutschland somit bei einer Flug-WM ohne Edelmetall.

Bitter verlief der Tag für Prevc. Ein durch die Luft fliegender Ski des Vierschanzentournee-Gewinners kostete Titelverteidiger Slowenien die Siegchance. Vor dem Sprung des Norwegers Marius Lindvik rutschten beide Ski von Prevc unkontrolliert die Schanze herunter, einer landete erst nach etwa 50 Metern und schlitterte bis in den Auslauf. Getroffen wurde niemand. Prevc durfte danach allerdings im ersten Durchgang nicht springen. 

Deutschland war somit wieder im Medaillenrennen, doch es reichte nicht. Bei den vorherigen drei Weltmeisterschaften hatte das DSV-Quartett immer das Treppchen erreicht, auf der Heini-Klopfer-Schanze fehlte am Sonntag aber die Qualität. Silber ging an Österreich (1560,0), Bronze an Norwegen (1483,7).

Im Einzel hatte erstmals seit 2010 kein DSV-Adler die Top 10 erreicht, beim überlegenen Sieg von Prevc war mehr als Rang 13 durch Raimund nicht drin. Silber ging am Samstag nach vier Durchgängen an Lindvik, Bronze an Ren Nikaido aus Japan.

16:18 Uhr - BIATHLON HERREN - Leonhard Pfund hat bei seinem Weltcup-Debüt knapp die erste Top-Ten-Platzierung seiner noch jungen Karriere verpasst. Einen Tag nach dem Disqualifikations-Drama im Single Mixed, als sein vermeintlicher Sieg mit Marlene Fichtner nachträglich aberkannt worden war, kämpfte der 22-Jährige im Massenstart lange um das Podest, erst nach zwei Fehlern beim letzten Schießen fiel er zurück. Am Ende belegte Pfund beim Sieg von Eric Perrot aus Frankreich (0 Strafrunden) Rang 15 (2/+1:11,4 Minuten).

"Es war ein hartes Rennen", sagte Pfund in der ARD: "Ich habe mich ganz oft zusammenreißen müssen, mich auf das fokussieren müssen, was ich gerade mache." Dennoch sei es ein "Hammer-Wochenende" gewesen, sagte er: "Ich bin sehr glücklich.

Bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV) war Roman Rees, der ohne Strafrunde Rang acht erreichte (+44,4 Sekunden). Danilo Riethmüller belegte nach großen Problemen am Schießstand nur Platz 24 (6/+2:45,9). Der gesundheitlich angeschlagene Olympiafahrer Philipp Horn hatte eine Teilnahme im Massenstart angepeilt, wurde aber nicht rechtzeitig fit.

Nach seinem starken 13. Platz am Donnerstag im verkürzten Einzel hatte Pfund dann am Samstag bereits über seinen vermeintlich ersten Weltcup-Erfolg gejubelt. Doch weil Partnerin Fichtner nach dem zweiten Liegendschießen beim Verlassen der Matte ihren linken Arm nicht rechtzeitig durch das Tragegestell des Gewehrs gebracht hatte, wurde das DSV-Duo unmittelbar vor der Siegerehrung aus der Ergebnisliste genommen.

An der Spitze unterstrich Perrot mit seinem zweiten Sieg in Nove Mesto seine Medaillenambitionen und übernahm die Führung im Gesamtweltcup vom Italiener Tommaso Giacomel, der nur Platz elf erreichte (5/+53,9). Zweiter wurde der US-Amerikaner Campbell Wright (1/+9,0), Dritter Sverre Dahlen Aspenes aus Norwegen (0/+16,2).

13:41 Uhr - SKI ALPIN DAMEN - Nach ihrem nächsten Coup huschte Emma Aicher ein Lächeln über das Gesicht. Beim Slalom im tschechischen Spindlermühle raste die 22 Jahre alte Alleskönnerin auf den dritten Rang - und damit auch in dieser Disziplin mitten hinein in den Kreis der Anwärterinnen auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison stand Aicher in einem Slalom als Dritte auf dem Treppchen.

Schneller als Aicher waren beim letzten Slalom vor Olympia nur die beiden besten Torläuferinnen des Winters: Mikaela Shiffrin (USA) deklassierte bei ihrem siebten Sieg im achten Rennen auch Weltmeisterin Camille Rast (Schweiz) - um 1,67 Sekunden. Sie gewann damit zugleich vorzeitig und bereits zum neunten Mal die kleine Kristallkugel für den Weltcup-Gesamtsieg im Slalom. Aicher lag 2,18 Sekunden hinter Shiffrin - und 0,03 Sekunden vor der viertplatzierten Katharina Truppe (Österreich).

Während Aicher nun in Abfahrt, Super-G und Slalom zum Kreis der Medaillenanwärterinnen gehört, ließ die optimistisch in die Saison gestartete Lena Dürr mit Rang zehn einen leichten Aufwärtstrend erkennen. Seit ihrem Ausscheiden beim Slalom Mitte Dezember in Courchevel hatte sie in einer Formkrise gesteckt, nun fuhr sie erstmals wieder unter die ersten zehn - allerdings betrug ihr Rückstand auf Aicher 1,5 Sekunden.

13:18 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Skirennläufer Linus Straßer (33) hat nach dem ersten Durchgang beim Weltcupslalom in Kitzbühel noch eine kleine Chance auf seine erste Podestplatzierung im Olympiawinter. Der WM-Dritte liegt 1,06 Sekunden hinter Spitzenreiter Loic Meillard. Zum Podium fehlen Straßer 0,59 Sekunden. Der Schweizer Meillard war mit der Startnummer eins ins Rennen gegangen.

Straßer, Kitzbühel-Sieger von 2024, war zufrieden, auch wenn nicht alles optimal lief. "Das ist Kitzbühel, es ist extrem schwierig, in den Rhythmus zu kommen", sagte der Münchner und fügte mit Blick auf den zweiten Durchgang (13.30 Uhr/ARD) hinzu: "Es ist noch Luft, aber letztlich ist es eine gute Ausgangsposition. Unten hatte ich ein paar richtig gute Passagen, aber im zweiten kann ich noch ein bisschen was drauflegen."

Seine beste Saisonplatzierung (Platz acht im November in Gurgl/Österreich) hat Straßer im Blick. Kitzbühel ist seine vorletzte Chance, für die Olympischen Spiele in Italien Schwung aufzunehmen. Vor der Abreise nach Bormio wartet noch der Slalom in Schladming.

12:34 Uhr - SKILANGLAUF DAMEN - Katharina Hennig Dotzler hat als Fünfte über 20 Kilometer eine ganz starke Olympia-Generalprobe der deutschen Skilangläuferinnen abgerundet. Die Teamsprint-Olympiasiegerin verpasste am Sonntag in Goms/Schweiz beim Sieg der Finnin Johanna Matintalo nur knapp das dritte DSV-Podest im dritten Wettkampf des Wochenendes. Der 29-Jährigen fehlten nach 56:03,4 Minuten nur 7,8 Sekunden zu ihrem ersten Podiumsplatz seit fast zwei Jahren.

Hennig Dotzler hielt sich im letzten Rennen vor den Winterspielen in Mailand und Cortina lange in einer sechsköpfigen Spitzengruppe. Als kurz vor dem Ziel das Tempo anzog, reichte es aber nicht für ganz vorne. Matintalo holte den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere vor Tour-de-Ski-Gewinnerin Jessie Diggins (USA) und Astrid Öyre Slind aus Norwegen.

8:22 Uhr - SKISPRINGEN DAMEN - Selina Freitag Vierte, Agnes Reisch Fünfte: Die deutschen Skispringerinnen haben im Schneetreiben von Sapporo das Podest knapp verpasst. Erneut nicht zu schlagen war in Japan die Slowenin Nika Prevc, die auf der Olympiaschanze von 1972 mit 139,5 m den Schanzenrekord der Norwegerin Maren Lundby aus dem Jahr 2020 einstellte. 

"So viel Schnee wie heute habe ich noch nie gesehen", sagte Prevc, die schon am Samstag gewonnen hatte. Mehr als ein Durchgang war angesichts der Verhältnisse nicht möglich. Die erst 20 Jahre alte Weltmeisterin hat nun an 18 verschiedenen Orten Siege gefeiert - damit stellte sie die Bestmarke der Japanerin Sara Takanashi ein.

Vizeweltmeisterin Freitag kam auf 124,5 m, Reisch mit mehr Anlauf auf 131,0 m. Zum Podest reichte das für beide nicht, dort standen neben Prevc die Kanadierin Abigail Strate und Heidi Dyhre Traaserud aus Norwegen. Rekord-Weltmeisterin Katharina Schmid, 2023 Siegerin in Sapporo, folgte auf dem neunten Rang.

SAMSTAG, 24. JANUAR

18:15 Uhr - SKISPRINGEN - Der Slowene  Domen Prevc ist neuer Weltmeister im Skifliegen. Der 26-Jährige feierte in Oberstdorf nur 18 Tage nach seinem Triumph bei der Vierschanzentournee vor Marius Lindvik aus Norwegen und dem Japaner Ren Nikaido den nächsten großen Sieg. Als bester Deutscher belegte Philipp Raimund den 13. Rang, erstmals seit 2010 landete kein Deutscher in den Top 10.

Prevc ließ sich die am Freitag eroberte Führung nicht mehr nehmen, am Samstag flog er auf 232,0 und 222,5 m und distanzierte die Konkurrenz klar. Prevc ist der erste Flug-Weltmeister aus Slowenien seit seinem Bruder Peter im Jahr 2016. Auch dieser hatte damals nach der Tournee bei der Flug-WM triumphiert und den Gesamtweltcup gewonnen - diesen führt Domen mit großen Vorsprung an.

Das DSV-Team erlebte vor 18.000 Fans die schlechteste WM seit 16 Jahren, damals war Michael Uhrmann als bester Deutscher nur auf Rang 19 gelandet. Hinter Raimund war Ex-Weltmeister Karl Geiger, nach dem ersten Tag noch Elfter, als 17. zweitbester Deutscher. Der Tournee-Sechste Felix Hoffmann folgte auf dem 22. Platz, Routinier Pius Paschke belegte Position 25.

Zum Abschluss der WM folgt am Sonntag (16.15/ZDF und Eurosport) die Entscheidung im Teamwettkampf. Bei den vergangenen drei Weltmeisterschaften hatte Deutschland immer eine Medaille gewonnen.

16:35 Uhr - LANGLAUF - Laura Gimmler hat auch im Sprint eine famose Generalprobe für die Olympischen Spiele hingelegt. Die 32-Jährige verbuchte in Goms/Schweiz als Zweite das beste Ergebnis ihrer Karriere, auf der Zielgeraden musste sie einzig der Schwedin Linn Svahn knapp den Vortritt lassen. Coletta Rydzek, selbst eine Woche zuvor in Oberhof noch Zweite, musste sich diesmal mit dem 27. Platz begnügen.

"Es ist schlichtweg unglaublich. Ich kann es gerade noch gar nicht realisieren, was ich heute geschafft habe", sagte Gimmler: "Ich bin überglücklich und ich brauche einen Moment, um die zwei Tage sacken zu lassen. Und dann freue ich mich auf Olympia."

Rang drei ging am Samstag an Lokalmatadorin Nadine Fähndrich aus der Schweiz. Punkte sammelten aus deutscher Sicht zudem Sofie Krehl (21.) und Teamsprint-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler (30.). Olympiasiegerin Jonna Sundling war nicht am Start.

Bei den Männern holte Dominator Johannes Hösflot Kläbo aus Norwegen den 105. Weltcupsieg seiner Karriere. Anian Sossau-Daubermann zog erstmals in dieser Saison in ein Viertelfinale ein und belegte am Ende den 30. Platz. Jan Stölben, Anfang Januar auf der Olympiastrecke in Tesero überraschend Sechster, schaffte es als 34. des Prologs nicht in die K.o.-Runde der besten 30.

16:24 Uhr - BIATHLON - Die deutsche Mixed-Staffel hat einen Podestplatz beim Biathlon-Weltcup in Nove Mesto klar verpasst. Anna Weidel, Hanna Kebinger, Danilo Riethmüller und Roman Rees erreichten nach einer Strafrunde und 13 Nachladern nur den elften Platz (+1:59,2 Minuten). Den Tagessieg holten sich die Italiener mit dem Gesamtweltcupführenden Tommaso Giacomel (0 Strafrunden +10 Nachlader) vor Frankreich (0+7/+24,7 Sekunden) und Tschechien (0+7/+57,2).

Eine frühe Strafrunde für Weidel brachte das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) schnell ins Hintertreffen. "Ich kann es mir schlecht erklären", sagte die Startläuferin, die im Gegensatz zu ihren drei Teamkollegen in der Mixed-Staffel für die Winterspiele in Antholz nominiert ist, in der ARD: "Es tut mir wahnsinnig leid für die anderen."

14:52 Uhr - BIATHLON - Drama in Nove Mesto: Die deutsche Single-Mixed-Staffel mit Marlene Fichtner und Leonhard Pfund hat beim Biathlon-Weltcup aufgrund einer Disqualifikation ihren Überraschungssieg nachträglich verloren. Weil Fichtner nach ihrem zweiten Liegendschießen beim Verlassen der Matte ihren linken Arm nicht durch den Gewehrriemen bekam, wurde dem DSV-Duo aufgrund eines Verstoßes gegen die Sicherheitsbestimmungen der Erfolg aberkannt.

"Es fühlt sich ziemlich hart an. Es ist einfach echt schade jetzt, wir hatten uns richtig gefreut, dass alles so gut geklappt hat. Es war echt ein cooles Rennen", sagte Pfund, der erste Weltcup-Sieg "wäre schon eicht geil gewesen." Man müsse die Entscheidungen aber jetzt "anerkennen, es lässt sich nicht ändern".

14:46 Uhr - SKI ALPIN DAMEN - Emma Aicher hat sechs Tage nach ihrem Super-G-Sieg in Tarvisio auch im letzten Weltcup-Riesenslalom vor den Olympischen Spielen überzeugt. Die 22-Jährige verbuchte im tschechischen Spindlermühle als Zehnte ihr bestes Karriere-Ergebnis in dieser Disziplin. Rang eins ging an Olympiasiegerin Sara Hector aus Schweden vor den US-Läuferinnen Paula Moltzan (+0,18 Sekunden) und Slalom-Seriensiegerin Mikaela Shiffrin (+0,23).

Die formstarke Slalom-Weltmeisterin Camille Rast aus der Schweiz, zur Halbzeit noch Zweite, landete auf dem vierten Platz (+0,33). Die vierfache Saisonsiegerin Julia Scheib aus Österreich schied im zweiten Durchgang aus.

Aicher (+3,64) war mit der hohen Startnummer 31 ins Rennen gegangen, schon zur Halbzeit lag sie auf dem zehnten Platz. Lena Dürr fiel im zweiten Durchgang noch vom 20. auf den 22. Platz (+4,73) zurück. Zweitbeste Deutsche wurde somit Fabiana Dorigo. Die 27-Jährige schaffte es zunächst als 30. noch knapp in den zweiten Durchgang, dort verbesserte sie sich mit der achtbesten Laufzeit noch auf den 17. Rang (+4,27).

14:07 Uhr - BIATHLON - Die deutsche Single-Mixed-Staffel mit Marlene Fichtner und Leonhard Pfund hat beim Biathlon-Weltcup in Nove Mesto einen Überraschungssieg gefeiert. Das Duo setzte sich in Tschechien nach vier Nachladern und starker Laufleistung vor Finnland (0 Strafrunden+8 Nachlader/+6,5 Sekunden) und Frankreich (0+6/+17,8) durch.

Im Single Mixed war es der erste deutsche Sieg seit dem 20. Januar 2024, als sich Vanessa Voigt und Justus Strelow auf der Olympiastrecke von Antholz Platz eins gesichert hatten.

"Ich kann das noch gar nicht begreifen, dass wir jetzt ganz vorne, ist unbeschreiblich", sagte Fichtner am ARD-Mikrofon. "Ich habe mich einfach von der Euphorie tragen lassen", sagte Weltcup-Debütant Pfund: "Richtig geil."

13:01 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Marco Odermatt ist wieder am ersehnten Abfahrtssieg auf der Streif vorbeigerast - und diesmal war es so knapp wie nie: Beim legendären Speed-Highlight in Kitzbühel musste sich der Weltmeister von 2023 mit sieben Hundertstel Rückstand auf Italiens Aufsteiger Giovanni Franzoni zum dritten Mal in seiner Karriere mit Platz zwei am Hahnenkamm geschlagen geben. Am Vortag hatte Odermatt noch den Super-G dominiert.

Franzoni gelang mit Startnummer zwei eine Traumfahrt, an seine 1:52,31 Minuten kam nur noch Odermatt mit der Nummer zwölf heran. "Es ist verrückt, ich zittere am ganzen Körper", sagte Franzoni in der ARD. Der Franzose Maxence Muzaton, als 29. ins Rennen gegangen, lag zur Streckenhälfte mehr als eine halbe Sekunde vor Franzoni und auch noch bei der vorletzten Zwischenzeit vorne, letztlich reichte es zu Platz drei (+0,39).

Einen Tag nach dem deutschen Debakel im Super-G fuhr Romed Baumann weit an einer Spitzenposition vorbei. Der 40-Jährige, der 2008 noch für Österreich in Kitzbühel debütiert hatte und 2012 Zweiter geworden war, hatte 2,64 Sekunden Rückstand. Chancenlos war auch James Crawford. Der Überraschungssieger des Vorjahres verpasste mit 1,65 Sekunden Rückstand auf Franzoni die Top 10 deutlich.

11:29 Uhr - SKI ALPIN DAMEN - Olympiasiegerin Sara Hector geht beim letzten Weltcup-Riesenslalom vor den Olympischen Spielen im tschechischen Spindlermühle als Führende in den zweiten Durchgang. Der Vorsprung der Schwedin auf die formstarke Slalom-Weltmeisterin Camille Rast aus der Schweiz beträgt allerdings nur 0,02 Sekunden.

Dritte ist vorerst die vierfache Saisonsiegerin Julia Scheib aus Österreich. Ihr Rückstand auf Hector, die seit einem Jahr ohne Weltcupsieg ist, beträgt 0,26 Sekunden. Auf Rang vier folgt Slalom-Seriensiegerin Mikaela Shiffrin (USA/+0,43 Sekunden).

Beste Deutsche ist Emma Aicher, die mit der hohen Startnummer 31 und 2,02 Sekunden Rückstand auf einen sehr guten zehnten Rang im Zwischenklassement fuhr. Lena Dürr folgt auf Rang 18 (+2,72 Sekunden).

09:54 Uhr - SKISPRINGEN DAMEN - Sloweniens Überfliegerin Nika Prevc hat ihre Rekordjagd in Japan fortgesetzt. Die Weltmeisterin siegte am Samstag beim ersten von zwei Weltcupspringen in Sapporo und hat nun an 18 verschiedenen Orten Siege gefeiert. Damit stellte sie die Bestmarke der Japanerin Sara Takanashi ein.

Die 20 Jahre alte Prevc – die zuletzt in Zao überraschend zweimal nicht gewonnen hatte – feierte ihren 34. Karrieresieg und den zwölften in diesem Winter. Mit Sprüngen auf 129,0 und 128,0 m (279,4 Punkte) lag sie vor der Kanadierin Abigail Strate (273,9) und Anna Odine Ström aus Norwegen (260,3). Beste Deutsche auf der Olympiaschanze von 1972 war Selina Freitag auf Rang fünf.

06:58 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Vor dem Abfahrts-Klassiker in Kitzbühel hat der Cheftrainer der deutschen Männer ein ernüchterndes Bild seiner kleinen Mannschaft gezeichnet. "Ich bin echt deprimiert, dass wir solche technischen Mängel haben", sagte Christian Schwaiger nach dem Super-G am Freitag auf der Streif. Zum Auftakt der Hahnenkamm-Rennen waren die deutschen Schussfahrer in der zweitschnellsten Disziplin so schlecht gewesen wie seit mehr als zwölf Jahren nicht.

Bester des DSV-Quartetts war der junge Luis Vogt als 44. Seine Teamkollegen Simon Jocher, Romed Baumann und der im Super-G noch unerfahrene Anton Grammel schieden aus.

"Der Super-G", urteilte Schwaiger, sei "grundsätzlich nicht schwer" gewesen, "es gibt genau zwei Passagen, wo man ein bisschen die Melone einschalten muss. Und den Rest muss ich halt einfach normal Ski fahren." Routinier Baumann (40) etwa sei dagegen "einfach umgefallen", stellte der DSV-Cheftrainer fest.

FREITAG, 23. JANUAR

19:32 Uhr - BIATHLON DAMEN - Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß hat beim Biathlon-Weltcup in Nove Mesto zum ersten Mal in dieser Saison das Podest erreicht. Im verkürzten Einzel über 12,5 Kilometer belegte Deutschlands Sportlerin des Jahres nach zwei Schießfehlern Platz drei.

Zur Siegerin Justine Braisaz-Bouchet (1 Schießfehler) fehlten der Bayerin 1:02,2 Minuten, Zweite wurde mit der Gesamtweltcupführenden Lou Jeanmonnot (1/+1,4 Sekunden) ebenfalls eine Französin.

Hinter Preuß erlebte das restliche DSV-Aufgebot, in dem Janina Hettich-Walz, Vanessa Voigt, Julia Tannheimer und Selina Grotian fehlten, ein durchwachsenes Flutlichtrennen. Marlene Fichtner zeigte einen starken Auftritt und schaffte es unter die ersten 20 (2/+2:26,0). Anna Weidel (5), neben Preuß die einzige weitere deutsche Olympiafahrerin in Nove Mesto, Sophia Schneider (5), Hanna Kebinger (5) und Julia Kink (8) lagen mit vielen Schießfehlern deutlich zurück.

18:21 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Sloweniens Skisprungstar Domen Prevc steht gut zwei Wochen nach seinem Triumph bei der Vierschanzentournee vor seinem nächsten großen Sieg. Der 26-Jährige übernahm am ersten Wettkampftag der Skiflug-WM in Oberstdorf überlegen die Führung und geht mit großem Vorsprung ins Finale am Samstag. Bester Deutscher ist Karl Geiger auf Platz elf.

Prevc (442,2 Punkte/204,0+224,5 m), der zweimal mit deutlich verkürztem Anlauf sprang, setzte sich trotz eines technischen Fehlers im ersten Durchgang an die Spitze. Zweiter ist der Japaner Ren Nikaido (428,2/230,5+224,5).

Marius Lindvik aus Norwegen (420,3/226,5+212,0) liegt auf Platz drei – nach Durchgang eins hatte der Weltmeister von 2022 noch geführt. Die Entscheidung fällt am Samstag (16:15 Uhr/ARD und Eurosport) mit zwei weiteren Durchgängen.

Geiger lag nach ganz starken 217,5 m im ersten Versuch noch auf Platz sieben, hatte dann aber im zweiten Durchgang großes Pech mit starkem Rückenwind und musste sich mit 197,0 m begnügen. Philipp Raimund (201,5+208,0) liegt nach einem guten zweiten Durchgang auf Platz 14.

Prevc hält mit im März 2025 in Planica erzielten 254,5 m den Skiflug-Weltrekord. Weiten von 250 m und mehr sind in Oberstdorf nicht möglich. Den Rekord auf der Heini-Klopfer-Schanze steht bei 238,5 m, erzielt vom Norweger Daniel Andre Tande bei seinem WM-Erfolg 2018.

13:57 Uhr - RODELN HERREN - Rennrodel-Rekordweltmeister Felix Loch hat bei der Olympia-Generalprobe in Oberhof seinen vierten Saisonsieg geholt. Zwei Wochen vor Beginn der Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo triumphierte der 36-Jährige aus Berchtesgaden ganz knapp mit 0,089 Sekunden Vorsprung auf den Österreicher Jonas Müller, der Loch in der Vorwoche an gleicher Stelle noch auf Platz zwei verwiesen hatte. Weltmeister Max Langenhan (+0,321) wurde auf seiner Heimbahn erneut Dritter.

Bis auf Kleinigkeiten habe er "zwei wirklich gute Läufe" hingelegt, sagte der glückliche Loch: "Zweimal am Start top, das freut mich eigentlich am meisten, dass es da so läuft." Nun wolle er "zwei Wochen das Ding so konservieren und dann in Cortina wieder voll angreifen".

Loch fährt damit mit einem Punkt vor Müller als Führender im Gesamtweltcup nach Italien. Dort peilt der in diesem Winter überraschend wiedererstarkte Altmeister seine dritte Goldmedaille im Einzel nach 2010 und 2014 an. 2018 und 2022 war er bei Olympia ohne Medaille geblieben. David Nößler vom RSV Schmalkalden landete auf Rang zehn, hinter ihm wurde der Chemnitzer Timon Grancagnolo Elfter.

Abgeschlossen ist die Weltcupsaison mit den Rennen in Oberhof noch nicht. Nach den Winterspielen geht es für den Rodel-Tross noch zu den Weltcupstationen in St. Moritz (28. Februar bis 1. März) und Altenberg (7. und 8. März).

12:53 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Der Schweizer Dominator Marco Odermatt hat den Hundertstel-Krimi beim Super-G von Kitzbühel für sich entschieden. Der Riesenslalom-Olympiasieger setzte sich in Österreichs Ski-Mekka mit dem winzigen Vorsprung von 0,03 Sekunden auf seinen Landsmann Franjo von Allmen durch und feierte seinen 53. Weltcup-Sieg. Simon Jocher schied als einziger der 30 Spitzenfahrer aus.

"Puh, das ist gerade noch mal gut gegangen." Gerade mal 0,03 Sekunden trennten den Schweizer beim Super-G zum Auftakt der Weltcup-Rennen in Kitzbühel von seinem Teamkollegen Franjo von Allmen, und während der Sieger fast ein wenig verlegen lächelte, ging ihm der zunächst leicht frustrierte Zweitplatzierte spaßeshalber an die Gurgel.

Für Odermatt war es der achte Erfolg im Olympia-Winter, der zweite in einem Super-G. In der "ewigen" Bestenliste der zweitschnellsten Disziplin rückte er mit seinem 17. Sieg auf Platz zwei hinter der österreichischen Legende Hermann Maier (24 Erfolge) vor.

Dritter wurde der Österreicher Stefan Babinsky (+0,25 Sekunden). Auf der Streifalm ging es gewohnt eng zu: Die besten zehn Athleten lagen nach den Top 30 innerhalb von nur 0,57 Sekunden.

Jocher hatte schon vom Start weg Probleme und verhinderte mit großer Kraftanstrengung Schlimmeres. Die wohl spektakulärste Szene eines spektakulären Rennens lieferte Adrian Smiseth Sejersted. Dem Norweger verschnitt es kurz vor dem Seidlalm-Sprung die Skier, einen Sturz konnte er mit einer akrobatischen Einlage vermeiden.

"Ich dachte", sagte er in der ARD, "es wird ein sicherer Crash." Wurde es nicht, Sejersted wurde starker Fünfter (+0,36).

Der Schweizer Arnaud Boisset, mit Nummer 31 unterwegs, hatte weniger Glück. Er kam an derselben Stelle zu Fall und schlug hart auf der Piste auf, rappelte sich aber bald auf und fuhr zu Tal.

06:00 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Vor zwei Jahren noch Silber, jetzt nur Zuschauer: Andreas Wellinger hat nach einem engen Training den Sprung in das deutsche Team bei der Skiflug-WM in Oberstdorf verpasst.

Der zweimalige Olympiasieger musste im Kampf um einen Startplatz sowohl Karl Geiger als auch Pius Paschke den Vortritt lassen. Philipp Raimund und Felix Hoffmann waren aufgrund ihrer starken Vorleistungen für den Einzelwettkampf gesetzt. Alle vier müssen aber noch die Qualifikation (17 Uhr) überstehen.

"Leider hat es Andi Wellinger nicht geschafft, im Team mit dabei zu sein. Die Jungs sind sehr, sehr eng beieinander gewesen. Es hat in letzter Konsequenz einfach die Sprungqualität entschieden", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher: "Es war sehr, sehr eng. Wir haben im Trainerteam lange beraten und sind zu der Entscheidung gekommen." 

Wellinger hatte bei der WM 2024 am Kulm Silber hinter Stefan Kraft (Österreich) sowie Bronze mit der Mannschaft gewonnen.