Wintersport LIVE: Sonnekalb überragt bei Junioren-WM - DSV-Springerinnen ohne Podest

Aktualisiert
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Wintersport LIVE bei Flashscore NewsFoto von LIONEL BONAVENTURE / AFP

Im Wintersport-Tracker verfolgt Flashscore für dich das Geschehen im Skispringen, in den alpinen Ski-Rennen und im Biathlon. Am ersten Wochenende nach den Olympischen Spielen finden mit dem traditionsreichen Skifliegen am Kulm und der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen sofort die nächsten brisanten Wettbewerbe statt.

Highlights: 27. Februar bis 1. März 2026

FREITAG

Ski Alpin: Abfahrt Frauen in Soldeu (Andorra) – Siegerin: Corinne Suter, zum Bericht

SAMSTAG

Ski Alpin: Super-G Frauen in Soldeu (Andorra) – Siegerin: Emma Aicher, zum Bericht | Abfahrt Herren in Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) – Sieger: Marco Odermatt

Skispringen: Skifliegen Herren in Kulm (Österreich) – Sieger: Domen Prevc

SONNTAG

Ski Alpin: Super-G Frauen in Soldeu (Andorra) – 10:15 Uhr - Siegerin: Sofia Goggia | Super-G Herren in Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) – Abgesagt

Skispringen: Skifliegen Herren in Kulm (Österreich) – Sieger: Domen Prevc

Wintersport LIVE

SONNTAG, 01. MÄRZ

17:12 Uhr - SKILANGLAUF - Bei den Frauen gewann die Norwegerin Heidi Weng eine packende Olympia-Revanche. Die 34-Jährige, in Val di Fiemme Dritte im Skiathlon, setzte sich im Zielsprint vor Jessie Diggins und der schwedischen Doppel-Olympiasiegerin Frida Karlsson durch. Karlsson, die erkrankt auf das abschließende olympische 50-km-Rennen eine Woche zuvor verzichten musste, hatte bei den Winterspielen den Skiathlon souverän gewonnen.

Beste Deutsche war Helen Hoffmann auf Platz 14. Am Tag zuvor hatte Coletta Rydzek als Vierte das Sprintpodest knapp verpasst.

17:00 Uhr - SKISPRINGEN FRAUEN - Die deutschen Skispringerinnen sind nach den für sie enttäuschenden Olympischen Spielen auch im Weltcup ohne Podestplatzierung geblieben. Zum Abschluss des Wochenendes auf der kleinen Schanze in Hinzenbach kam Agnes Reisch als beste DSV-Athletin beim Heimsieg der Österreicherin Lisa Eder auf den siebten Platz.

Eder setzte sich bei ihrem zweiten Weltcupsieg mit Sprüngen auf 88,5 und 86,0 m vor Norwegens Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Ström durch. Weltcup-Spitzenreiterin Nika Prevc, die am Samstag ihren 14. Saisonerfolg gefeiert hatte, rettete nach einem verkorksten ersten Durchgang im Finale mit der Tagesbestweite von 89,5 m noch Platz drei.

Selina Freitag, am Samstag noch Sechste, musste sich mit dem zehnten Platz begnügen. Anna Hollandt kam auf Platz 13. Rekord-Weltmeisterin Katharina Schmid kommt bei ihrer Abschiedstournee weiter nicht in Fahrt und verpasste als 16. erneut die Top 10 deutlich. Bei Olympia waren die deutschen Springerinnen ohne Medaille geblieben.

15:40 Uhr - EISSCHNELLLAUF - Talent Finn Sonnekalb reist mit fünf Goldmedaillen von der Junioren-WM in Inzell ab. Der 18-Jährige aus Erfurt, der bei den Olympischen Winterspielen geschwächt durch einen Infekt unter den eigenen Erwartungen geblieben war, holte auch am Sonntag im Teamsprint mit Ben-Luca Kleinke und Levente Engst den Titel.

Zuvor hatte Sonnekalb am Freitag über seine Nebenstrecke 500 m und über die 1500 m triumphiert. Am Samstag folgten Gold über 1000 m und der Allround-Titel. Zudem gab es Bronze in der Teamverfolgung. Sonnekalb hatte im Vorjahr in Collalbo/Italien dreimal Gold bei der Nachwuchs-WM geholt. Bei den Olympischen Winterspielen belegte er in Mailand die Plätze 12 (1000 m) und 13 (1500 m).

15:30 Uhr - SKISPRINGEN - Domen Prevc gewinnt das Skifliegen in Kulm souverän und steht unmittelbar vor dem Gesamtsieg im Weltcup. Der Slowene gewann vor dem Österreicher Stephan Embacher und dem Norweger Johann Andre Forfang.

Bester Deutscher wurde Andreas Wellinger als starker Fünfter, Olympiasieger Philipp Raimund verpasste dagegen ein weiteres Top-Ergebnis. Alles zum Springen in Kulm.

14:24 Uhr - SNOWBOARD - Die deutschen Snowboarder haben sich nach ihrem frühen Ausscheiden bei den Olympischen Spielen mit Top-Resultaten im Weltcup zurückgemeldet. Beim zweiten der beiden Parallel-Riesenslaloms im polnischen Krynica unterlag Stefan Baumeister erst im Großen Finale dem Italiener Maurizio Bormolini, der schon am Vortag gewonnen hatte.

Ramona Hofmeister überzeugte durch einen dritten und vierten Platz. Im ersten der beiden Rennen besiegte die 29-Jährige im Kleinen Finale Elisa Caffont aus Italien, einen Tag später rutschte sie im Duell mit Malena Samfirova aus Bulgarien weg und kam nicht ins Ziel.

13:42 Uhr - SKI ALPIN - Schlechte Nachrichten gibt es dagegen aus Garmisch-Partenkirchen: Wegen starken Nebels muss der mit Spannung erwartete Super-G-Wettbewerb der Herren abgesagt werden.

"Es ist extrem schade", sagte Felix Neureuther in der ARD: "Die Hälfte der Strecke ist perfekt, aber oben ist zu viel Nebel drin und der geht jetzt auch nicht weg." Am 13. März springt Courchevel als Ersatzwettbewerb ein.

13:33 Uhr - SKILANGLAUF - Norwegens Superstar Johannes Hösflot Kläbo ist auch nach seinen perfekten Olympischen Winterspielen noch lange nicht satt. Beim Weltcup im schwedischen Falun feierte der frischgebackene Rekord-Olympiasieger seine Weltcup-Erfolge 108 und 109. Nach seinem Sprintsieg am Samstag war der Sechsfach-Goldmann von Val di Fiemme auch am Sonntag im Skiathlon nicht zu schlagen.

Damit brachte sich der 29-Jährige schon für das kommende Jahr in Stellung: In Falun findet die WM 2027 statt, dort ist Kläbo in allen sechs Rennen Titelverteidiger.Im Skiathlon über je 10 km im klassischen und freien Stil reichte Kläbo wie üblich ein Antritt kurz vor Schluss, um danach cool zum Publikum winkend über die Ziellinie zu laufen. Kläbos Landsleute Harald Östberg Amundsen und Martin Löwström Nyenget komplettierten das Podium, bester Deutscher war Florian Notz auf Platz 24.

13:17 Uhr - SKILANGLAUF - Der Schwede Oskar Kardin und die Norwegerin Emilie Fleten haben den Wasalauf gewonnen. Bei schweren Bedingungen setzte sich Kardin bei der 102. Auflage des traditionsreichen Skimarathons in Schweden in 4:14:45 Stunden durch und blieb dabei mehr als eine Dreiviertelstunde über der Siegerzeit seines Landsmanns Alvar Myhlback aus dem Vorjahr.

Myhlback, der damals als 18-Jähriger zum jüngsten Sieger in der Geschichte des legendären Rennens geworden war, kam diesmal nach 90 km in der klassischen Technik von Sälen nach Mora mit vier Sekunden Rückstand auf Platz zwei.

Kardin und Fluten feiern ihren Sieg beim Wasalauf
Kardin und Fluten feiern ihren Sieg beim WasalaufDANIEL ERIKSSON / Bildbyran Photo Agency / Profimedia

Bester Deutscher war der frühere Weltcup-Läufer Thomas Bing auf Platz 47. Fleten siegte mit rund anderthalb Minuten Vorsprung auf die Schwedin Hanna Lodin und sicherte sich ihren dritten Erfolg. Vorjahressiegerin Stina Nilsson (Schweden), Sprint-Olympiasiegerin von 2018, wurde Fünfte.

Am Start waren 14.300 Teilnehmer, darunter 237 aus Deutschland und auch wieder zahlreiche Prominente wie der frühere Weitsprung-Europameister Michel Tornéus, Biathlon-Olympiasieger Peppe Femling und der schwedische Let's-Dance-Sieger Filip Lamprecht.

11:22 Uhr - SKI ALPIN FRAUEN - Skirennläuferin Emma Aicher hat einen Tag nach ihrem fünften Weltcup-Sieg die nächste Podestplatzierung eingefahren. Beim zweiten Super-G in Soldeu im Kleinstaat Andorra belegte die zweimalige Olympia-Zweite den zweiten Platz. Schneller als das 22 Jahre alte Multitalent war allein die Italienerin Sofia Goggia, hinter Aicher Dritte in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo.

Sie sei "sehr zufrieden" mit den drei Rennen in Soldeu, sagte Aicher, die am Freitag zunächst Vierte in der Abfahrt gewesen war. Auch am Sonntag fuhr sie auf Siegkurs, 0,28 Sekunden lag sie zwischenzeitlich vor Goggia. Auf dem vom deutschen Trainer Charly Pichler gesteckten Kurs unterliefen ihr dann "ein paar Mini-Fehler" zu viel. Im Ziel fehlten Aicher 0,24 Sekunden auf die Olympiasiegerin in der Abfahrt von 2018. Kira Weidle-Winkelmann kam diesmal nicht unter die ersten zehn.

Aicher mischt neun Rennen vor dem Saisonende damit weiter im Kampf um gleich drei Weltcup-Kugeln mit. In der Abfahrt (noch drei Rennen) liegt sie 94 Punkte hinter Lindsey Vonn (USA), die bei Olympia schwer gestürzt war. In der Super-G-Wertung (noch zwei Rennen) hat sie 116 Punkte Rückstand auf Goggia. Chancen besitzt Aicher auch noch im Gesamtweltcup: Dort hat sie den Vorsprung von Mikaela Shiffrin (USA) auf 219 Punkte verkürzt. In der kommenden Woche stehen im Val di Fassa zunächst zwei Abfahrten und ein weiterer Super-G auf dem Programm im Weltcup.

11:16 Uhr - RODELN MÄNNER - Rodel-Rekordweltmeister Felix Loch hat die Führung im Gesamtweltcup eine Woche vor dem Saisonfinale erfolgreich verteidigt. Der Berchtesgadener fuhr beim Erfolg von Olympiasieger Max Langenhan in einem packenden vorletzten Weltcuprennen der Saison in St. Moritz auf Rang zwei und reist nun 16 Punkte vor dem Österreicher Jonas Müller zur Entscheidung in Altenberg.

Der Olympiazweite Müller hatte nach dem ersten Lauf noch vor Langenhan (Friedrichroda) und Loch geführt, patzte dann aber in der entscheidenden Phase und fiel noch hinter die beiden Deutschen zurück. Langenhan lag bei seinem ersten Weltcupsieg seit mehr als einem Jahr 0,347 Sekunden vor Loch, Müller hatte 0,758 Sekunden Rückstand. David Nößler (Schmalkalden) wurde Neunter, der Chemnitzer Timon Grancagnolo fuhr auf Rang 13.

Loch tritt mit 701 Punkten in Altenberg an, Müller liegt bei 685. Dem deutschen Routinier reicht damit auch bei einem Sieg Müllers Platz zwei im letzten Rennen. Der drittplatzierte Langenhan (605) hat nur noch rein theoretische Chancen auf den Gesamterfolg. Für einen Sieg gibt es 100 Punkte, Platz zwei bringt 85, Rang drei 70 Zähler.

Der in diesem Winter überraschend wiedererstarkte Loch, der in Cortina seine dritte Einzelmedaille nach Gold 2010 und 2014 verpasst hatte, war mit einem Punkt Vorsprung in die Schweiz gereist. In Altenberg kommt es nun zum Showdown, für Loch wäre es der achte Gesamtweltcuptitel, zuletzt hatte er sich die Kristallkugel 2021 gesichert. In den vergangenen beiden Saisons hatte jeweils Langenhan triumphiert. Bevor er sich bei den Winterspielen Gold sicherte, hatte der Weltmeister aber Probleme.

SAMSTAG, 28. FEBRUAR

17:43 Uhr - SKILANGLAUF - Coletta Rydzek hat den olympischen Bronzeschwung mit in den Weltcup genommen und im schwedischen Falun das Podest nur hauchdünn verpasst. Die Teamsprint-Dritte der Winterspiele wurde im schwedischen Falun beim Freistilsprint Vierte, im Finale fehlten der Oberstdorferin nur neun Hundertstel zum dritten Einzelpodium der Saison.

Die Tageserfolge in Falun, wo im kommenden Jahr die nächste WM stattfindet, gingen wie bei den Winterspielen an Rekord-Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo aus Norwegen und die Schwedin Linn Svahn. Svahn setzte sich vor der Norwegerin Kristine Stavaas Skistad und der Schweizerin Nadine Fähndrich durch, die hauchdünn vor Rydzek lag.

Laura Gimmler, die gemeinsam mit Rydzek bei Olympia Bronze geholt hatte, verpasste hingegen als 44. im Prolog das Viertelfinale der besten 30 klar.

Bei den Männern lief Jan Stölben erneut einen herausragenden Prolog und belegte dort Platz vier. Im Viertelfinale kam aber dann das schnelle Aus. Superstar Kläbo, der in Val di Fiemme sechsmal Olympia-Gold geholt hatte, feierte seinen 108. Weltcupsieg vor seinem Landsmann Lars Heggen und dem Österreicher Benjamin Moser.

17:08 Uhr - SKISPRINGEN DAMEN - Die deutschen Skispringerinnen haben nach den für sie enttäuschenden Olympischen Spielen auch bei der Rückkehr in den Weltcup das Podest verfehlt. Als beste DSV-Springerin auf der Normalschanze in Hinzenbach/Österreich musste sich Selina Freitag beim Sieg der Slowenin Nika Prevc mit Platz sechs begnügen.

Prevc, die bei Olympia als Topfavoritin das erhoffte Gold verpasst hatte, setzte sich bei ihrem 14. Saisonsieg mit zwei Sprüngen auf 89,0 m (258,6 Punkte) knapp vor der Österreicherin Lisa Eder (255,6) durch. Dritte wurde Norwegens Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Ström (238,3).

Freitag fehlten umgerechnet rund vier Meter zu ihrem siebten Saison-Podest. Agnes Reisch wurde Zehnte vor Anna Hollandt (11.). Rekord-Weltmeisterin Katharina Schmid kommt bei ihrer Abschiedstournee weiter nicht in Fahrt und belegte Platz 18.

15:31 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Olympiasieger Philipp Raimund hat bei seinem ersten Weltcup-Einsatz nach dem Gold-Coup von Predazzo das beste Skiflug-Ergebnis seiner Karriere erreicht. Knapp drei Wochen nach seinem Kleinschanzen-Triumph bei den Winterspielen wurde der Oberstdorfer am Kulm Sechster und zeigte in der Steiermark gute Ansätze in der von ihm bislang nicht allzu sehr geliebten Disziplin.

Beim zwölften Saisonsieg von Skiflug-Weltmeister Domen Prevc (Slowenien) kam Raimund, der nie zuvor unter den Top-10 bei einem Skifliegen gelandet war, auf 203,5 und 209,5 m und war damit bester DSV-Adler. Andreas Wellinger, vor zwei Jahren auf Österreichs größter Schanze in Bad Mitterndorf Vizeweltmeister, landete auf Platz neun. Der frühere Skiflug-Weltmeister Karl Geiger belegte den 20. Rang.

Prevc, dem der Gewinn des Gesamtweltcups kaum noch zu nehmen ist, setzte sich mit Flügen auf 213,5 und 228,5 m (433,0 Punkte) hauchdünn vor Stephan Embacher durch. Österreichs Super-Team-Olympiasieger hatte nach dem ersten Durchgang noch geführt, verpasste seinen ersten Weltcupsieg aber um nicht einmal einen Meter. Als Dritter stand Embachers Landsmann Jonas Schuster, Sohn des früheren deutschen Bundestrainers Werner Schuster, erstmals im Weltcup auf dem Podest.

Die zweite Hälfte der DSV-Adler gehörte zu den zehn Springern, die den zweiten Durchgang verpassten: Der Tourneesechste Felix Hoffmann, dem Richtung Saisonende die Energie ausgeht, verabschiedete sich als 32. ebenso vorzeitig wie Luca Roth (34.) und Pius Paschke (37.).

13:52 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Skirennläufer Romed Baumann denkt offenbar über eine Beendigung seiner sportlichen Karriere nach. "Es geht nicht um die fehlende Motivation", sagte er nach seinem Start bei der Weltcup-Abfahrt am Samstag in Garmisch-Partenkirchen, es gehe eher darum, dass er sich nicht mehr am Limit bewegen könne. "Es ist eher die Bereitschaft, dass du in den Tunnel reinkommst, den Fokus hältst - ich weiß nicht, ob ich da nochmal reinkomme", erklärte der 40-Jährige.

Baumann ist im Weltcup bei bislang 167 Abfahrten gestartet - und damit Rekordhalter. Auf der Kandahar fuhr er am Samstag beinahe an einem Tor vorbei und ließ es dann ins Ziel austrudeln. "Ich habe nichts riskiert, ich habe mir nicht zugetraut, dass ich da nochmal draufsteige", sagte der gebürtige Österreicher. Er habe es "heute nochmal probiert, aber es ist nicht gegangen". Er stehe freilich "gesund herunten, das ist mehr wert als zwei, drei Weltcup-Punkte."

Romed Baumann in Aktion
Romed Baumann in AktionREUTERS/Denis Balibouse

Baumann feierte sein Debüt im Weltcup vor 22 Jahren, der Start am Samstag war sein insgesamt 387. Sein größter Erfolg gelang ihm zwei Jahre nach seinem Wechsel vom österreichischen zum deutschen Verband: Bei der WM 2021 gewann Baumann Silber im Super-G. Bei der WM 2013 hatte er bereits Bronze in der Super-Kombination gewonnen, in dieser mittlerweile abgeschafften Disziplin gelangen ihm auch seine beiden einzigen Weltcup-Siege.

13:10 Uhr - RODELN DAMEN - Rodel-Olympiasiegerin Julia Taubitz hat die Führung im Gesamtweltcup übernommen und damit beste Aussichten auf ihren sechsten Titel. Die Goldgewinnerin von Cortina gewann dank eines starken zweiten Laufs das vorletzte Weltcup-Rennen der Saison in St. Moritz und zog damit an der bisher führenden Österreicherin Lisa Schulte vorbei. Neue Zweite ist mit nur 19 Punkten Rückstand auf Taubitz Vizeweltmeisterin Merle Fräbel, die auch in St. Moritz direkt hinter Taubitz landete.

Das Podium komplettierte die Italienerin Verena Hofer, Schulte wurde dagegen nur Elfte und verlor viel Boden auf die beiden Deutschen. Für die Oberwiesenthalerin Taubitz, die in den vergangenen vier Jahren die Kristallkugel gewann, war es der zweite Saisonsieg. Der Abstand auf Fräbel (Suhl) betrug am Ende 0,121 Sekunden. Melina Fischer (Zwickau) fuhr auf Rang acht, Anna Berreiter (Berchtesgaden) wurde Neunte.

12:59 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Die Olympischen Spiele sind vorbei, und Marco Odermatt kann wieder gewinnen. Bei der Abfahrt auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen feierte der Schweizer bereits seinen neunten Weltcup-Sieg in dieser Saison. "Sehr, sehr cool", sagte der 28-Jährige, dem bei den olympischen Rennen in Bormio zweimal Silber und einmal Bronze geblieben war. In der Abfahrt, der Team-Kombination und im Super-G hatte jeweils Teamkollege Franjo von Allmen triumphiert.

Bei frühlingshaften Temperaturen im Schatten der Zugspitze gelang Odermatt zunächst die Revanche für die Olympia-Abfahrt, bei der er als Vierter das Podest verpasst hatte, nur knapp vor seinem Landsmann Alexis Monney (+0,04 Sekunden), Rang drei belegte in Stefan Rogentin (+0.98) ein weiterer Schweizer. Der dreifache Olympiasieger von Allmen wurde Sechster. Lokalmatador Simon Jocher und Routinier Romed Baumann kamen nicht unter die ersten 30.

"Unglaublich, was wir heute wieder zeigen durften, das ganze Team hat super gearbeitet", sagte Odermatt über die Schweizer Dominanz. Er ließ es sich auch nicht nehmen, in der ARD ein "großes Kompliment" an die Organisatoren zu richten: In der Tat präsentierte sich die Kandahar, auf der witterungsbedingt zuletzt 2021 eine Abfahrt möglich gewesen war, trotz der T-Shirt-Temperaturen in einem hervorragenden Zustand - und damit gewohnt herausfordernd.

Als "Trostpreise" für die verpassten Goldmedaillen bei Olympia werden Odermatt wieder mehrere Kristallkugeln bleiben. Den Abfahrtsweltcup hat er bei 175 Punkten Vorsprung auf von Allmen und nur noch zwei ausstehenden Rennen praktisch sicher. Im Kampf um die große Kristallkugel liegt er bei noch neun ausstehenden Wettbewerben, darunter der Super-G in "Gap" am Sonntag, 687 Punkte vor Lucas Pinheiro Braathen, Olympiasieger im Riesenslalom - vor Odermatt.

11:52 Uhr - SKI ALPIN DAMEN - Emma Aicher riss die rechte Faust in die Höhe, riss die linke Faust in die Höhe, lachte und schüttelte dann ein wenig erstaunt den Kopf: Gewaltige 0,88 Sekunden Vorsprung betrug ihr Vorsprung, als sie beim Super-G in Soldeu im Kleinstaat Andorra ins Ziel gekommen war, 0,88 Sekunden lag die zweimalige Olympia-Zweite auch noch vorne, als das Rennen zu Ende war - und sie ihren fünften Sieg im Weltcup feiern durfte.

Emma Aicher nach ihrem siegreichen Super-G in Soldeu
Emma Aicher nach ihrem siegreichen Super-G in SoldeuAction Press / Shutterstock Editorial / Profimedia

11:20 Uhr - RODELN - Deutschlands Rekordrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt haben kurz nach ihren letzten Olympischen Winterspielen erneut den Gesamtweltcup gewonnen. Die Doppelsitzer aus Bayern holten beim Rennen in St. Moritz am Samstag den dritten Platz hinter den Olympiazweiten Thomas Steu/Wolfgang Kindl aus Österreich und Ivan Nagler/Fabian Malleier aus Italien. Im Kampf um die Kristallkugel der Jahresbesten genügte das schon vorzeitig, weil die ärgsten Verfolger Juri Gatt/Riccardo Schöpf (Österreich) durch einen Fehler im zweiten Lauf den Sieg weg warfen und nicht über Rang vier hinauskamen.

Auf Platz fünf landeten Toni Eggert und Florian Müller. Am kommenden Wochenende findet noch der Saisonabschluss im sächsischen Altenberg statt.

Auch bei den Frauen ist das Rennen um den Gesamtsieg seit Samstag entschieden, die Österreicherinnen Selina Egle/Lara Kipp krönten sich bereits zum zweiten Mal in Folge - obwohl sie sich in St. Moritz mit Platz fünf zufrieden geben mussten. Platz eins in der Schweiz ging an die Olympiasiegerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer aus Italien, dahinter machte erneut ein junges deutsches Duo auf sich aufmerksam: Elisa-Marie Storch/Pauline Patz, die noch nicht bei Olympia dabei waren, holten als Zweite das bereits zweite Weltcup-Podest in Folge.

Für Wendl und Arlt brachte der Tag auf der Natureisbahn in St. Moritz den siebten Sieg im Gesamtweltcup seit der Saison 2010/2011, ihre lange Karriere hatten sie zuletzt bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo gekrönt. Mit der Teamstaffel gewannen sie in Italien ihr insgesamt siebtes Gold und ließen damit Rodlerin Natalie Geisenberger als erfolgreichste deutsche Olympiateilnehmerin hinter sich. Hinzu kam Bronze im Doppelsitzer, bei der Schlussfeier der Winterspiele trugen sie die deutsche Fahne.

Es war für Wendl/Arlt zwar der letzte Auftritt auf der Olympia-Bühne, allerdings nicht das Ende der Karriere. Die wollen sie auf der Heimbahn am Königssee abschließen, die sich aber noch im Wiederaufbau befindet.

 

FREITAG, 27. FEBRUAR

17:04 Uhr - EISSCHNELLLAUF - Talent Finn Sonnekalb hat seine Olympia-Enttäuschung gut weggesteckt und zum Auftakt der Junioren-Weltmeisterschaften in Inzell zweimal Gold geholt. Der 18 Jahre alte Erfurter siegte am Freitag zunächst über seine Nebenstrecke 500 m in persönlicher Bestzeit von 35,14 Sekunden deutlich. Danach lag er auch über seine Lieblingsdistanz 1500 m in 1:44,87 Minuten klar vorne.

Sonnekalb hatte im Vorjahr in Collalbo/Italien dreimal Gold bei der Nachwuchs-WM geholt. Bei den Winterspielen war er in Mailand aber mit den Plätzen 12 (1000 m) und 13 (1500 m) auch wegen der Folgen eines Infekts unter den Erwartungen geblieben.

16:35 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION - Ein Highlight nach dem Tiefpunkt: Johannes Rydzek hat die Olympia-Enttäuschung gut weggesteckt und ist bei der Skiflug-Premiere im Weltcup der Nordischen Kombinierer in Bad Mitterndorf/Österreich auf das Podest gestürmt. Der 34 Jahre alte Oberstdorfer musste sich am Freitag als Dritter nur dem Finnen Ilkka Herola und dem Österreicher Johannes Lamparter geschlagen geben.

Rydzek gewann acht Tage nach der dramatisch verpassten Olympia-Medaille im Teamsprint von Val di Fiemme mit Vinzenz Geiger den Spurt einer großen Gruppe um Rang drei. Herola setzte sich nach einem Flug vom riesigen Bakken am Kulm und dem Langlauf über 7,5 km im Auslauf der Schanze mit 0,1 Sekunden Vorsprung auf Lamparter durch, der dicht vor seinem zweiten Weltcup-Gesamtsieg steht.

16:04 hr - SKI ALPIN - Skirennläufer Luis Vogt muss seine Saison noch vor dem Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen verletzungsbedingt beenden. Der 24-Jährige zog sich beim Abschlusstraining für die Abfahrt auf der Kandahar am Freitag eine starke Überdehnung des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu. Ein operativer Eingriff ist zwar nicht notwendig, das Knie muss aber ruhiggestellt werden.

"Ich habe an der Einfahrt Eishang die Position am Tor verloren", berichtete Vogt von dem unglücklichen Zwischenfall im Training: "Daraufhin hat es mich nach hinten gedrückt. Im Ziel spürte ich dann einen dumpfen Schmerz im rechten Knie."

14:46 Uhr - SKISPRINGEN - Der deutsche Olympiasieger Philipp Raimund hat sich bei der Rückkehr auf die Schanze nach den goldenen Tagen von Val di Fiemme in solider Form präsentiert, muss sich beim Fliegen in Bad Mitterndorf aber für seinen ersten Weltcuperfolg noch deutlich steigern.

In der Qualifikation vom Riesenbakken am Kulm in der Steiermark kam der Oberstdorfer mit einem Flug auf 206,0 m auf Platz 17, wackelte dabei deutlich bei der Landung. Bester in der Vorentscheidung für den Wettkampf am Samstag (13.30 Uhr/ARD und Eurosport) war Super-Team-Olympiasieger Stephan Embacher (Österreich) mit 219,0 m, Weltmeister Domen Prevc (Slowenien) kam auf Platz drei.

14:10 Uhr - SKICROSS - Olympiasiegerin Daniela Maier unterlief ein seltener Patzer, doch die starken Männer sprangen auf kuriose Weise in die Bresche. Während Maier eine Woche nach ihrem Gold-Coup im serbischen Kopaonik im Viertelfinale scheiterte und Neunte wurde, raste Tim Hronek zu seinem ersten Weltcup-Sieg und wurde Florian Wilmsmann Dritter - dabei stürzten beide in einem chaotischen Finale.

"Es fühlt sich super komisch an", sagte Hronek: "Du hast einen Sturz und plötzlich bist du Erster. So wollen wir nicht Rennen fahren. Aber ich bin super happy, ich war richtig on fire. Es war der beste Tag für mich."

12:40 Uhr - SKI ALPIN - Emma Aicher hat das Podest bei der Abfahrt in Soldeu/Andorra knapp verpasst, aber immerhin Punkte im Kampf um die Disziplinwertung gesammelt. Beim Sieg der Schweizerin Corinne Suter im ersten Rennen nach den Winterspielen wurde die Olympia-Zweite Vierte, die Österreicherin Nina Ortlieb landete auf dem zweiten Rang.

DONNERSTAG, 26. FEBRUAR

12:28 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Nach dem goldenen Sprung in den Olymp geht es für Philipp Raimund im Weltcup am Wochenende gleich mit einer großen Flugshow weiter. Der Sensations-Olympiasieger von der Normalschanze führt das deutsche Aufgebot für die Skiflug-Wettbewerbe am Kulm im österreichischen Bad Mitterndorf an – und das mit viel Vergnügen.

"Ich freue mich auf den Kulm. Das ist der erste Wettkampf nach den Olympischen Spielen und dann gleich Skifliegen – das ist wirklich cool", sagte Raimund. Er habe bislang "nur ein Training am Kulm bestreiten können, im Rahmen der Skiflug-Weltmeisterschaften. Deswegen freue ich mich jetzt, mehr Flüge auf der Anlage machen zu können, und ich bin gespannt, wie mir die dann gelingen."