Die US-Regierung hatte vor Wochen Tausende Bundesbeamte in die Stadt Minneapolis und den Bundesstaat Minnesota geschickt, in der Folge waren zwei US-Bürger erschossen worden.
"Das war erschütternd. Ich mache mir große Sorgen um die Leute. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die ihre Nachbarn beschützen. Sie haben gesagt: Gib alles, das macht uns glücklich. Du kannst uns repräsentieren. Ich habe mir das zu Herzen genommen", sagt Diggins, die nach der Saison ihre Karriere beenden wird.
Diggins will "offenes Amerika" präsentieren
Tour-de-Ski-Siegerin Diggins hatte 2018 in Pyeongchang Gold im Teamsprint gewonnen, nun bestreitet sie ihre vierten Winterspiele. "Ich stehe für eine Version von Amerika, die respektvoll ist, liebend, sich kümmernd und offen, die aufeinander aufpasst. Mir ist es wichtig, genau das der Welt zu zeigen. Das sind meine Werte, die ich auch hier vertreten werde", sagte sie.
Ähnlich äußerte sich Teamkollegin Julia Kern. "Meine Eltern sind aus Deutschland in die USA gekommen. Es gib so viele Möglichkeiten in Amerika, wir alle haben so viele verschiedene Hintergründe. Wir wollen zeigen, dass es so viel gibt, wofür man dankbar sein kann", sagte die 28-Jährige. Kern ist die Tochter der ehemaligen Basketball-Nationalspielerin Dorothee Kern, die in den 1990er-Jahren in die USA ausgewandert war.
