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"Witz des Jahres": Uli Hoeneß kritisiert lange Länderspielpause

Aktualisiert
Bayerns wortstarker Ehrenpräsident
Bayerns wortstarker EhrenpräsidentBabiradPicture / Shutterstock Editorial / Profimedia

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat mit deutlicher Kritik an der Planung der Länderspiele auf die verpasste Tabellenführung des Fußball-Rekordmeisters reagiert. Es sei "eine Katastrophe, vier Wochen nach Bundesliga-Beginn schon zwei Wochen Pause zu machen", sagte Hoeneß mit Blick auf die lange Länderspielphase bei Bild: "Wir haben 18 Spieler auf Reisen gehabt. Dass da der Rhythmus verloren geht, ist doch ganz normal."

Missverständnis: FIFA verantwortlich – nicht die UEFA

Die Bayern waren am Samstag nur zu einem 2:2 (0:1) beim FC Augsburg gekommen und hatten es verpasst, in der Tabelle an Borussia Dortmund vorbeizuziehen. 

Zuletzt hatte die Bundesliga wegen der Nations League so lange wie noch nie während einer laufenden Saison pausiert. Jedoch ist für den Kalender nicht die von Hoeneß deswegen angezählte Europäische Fußball-Union (UEFA), sondern der Weltverband FIFA verantwortlich.

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Nations League ein "alberner Wettbewerb"

"Die Vereine", polterte Hoeneß dennoch, müssten sich "endlich mal durchsetzen, weil wir bezahlen die Spieler und nicht die Nationalmannschaften".

Dass die UEFA einen "albernen Wettbewerb wie die Nations League" vorziehe, sei "der Witz des Jahres". Letztlich seien die Bayern so auch "der große Leidtragende dieser langen WM", weil infolge des Turniers nur wenig Zeit zur Vorbereitung geblieben sei, betonte Hoeneß.

DFB-Sportdirektor Rudi Völler bezeichnete die neue Lösung im Sport1-Doppelpass aufgrund der hohen Belastung für die Spieler ebenfalls als "nicht gut". Er "hoffe", ergänzte der 66-Jährige, "dass die FIFA oder die UEFA das überdenkt und übergeht zu drei und drei Spielen oder zurückkommt zur alten Regelung".

Bayerns Vorstandchef Jan-Christian Dreesen hatte den neuen Kalender dagegen gelobt. Er sei "für den Klubfußball besser" und für alle Beteiligten der richtige Weg, sagte er im September bei Sky.

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