Zusätzliche VAR-Befugnisse bei Eckbällen und Gelb-Roten Karten geplant

David Raum bei einem Eckball.
David Raum bei einem Eckball.ČTK / DPA / David Hammersen

Schon bei der Fußball-WM im kommenden Jahr in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) könnten die Befugnisse des Video-Assistenten erweitert werden. Beim Treffen des International Football Association Board (IFAB) am Dienstag in London sprachen sich die Regelhüter darüber hinaus für einige Veränderungen der Spielregeln aus, "um den Spielfluss weiter zu verbessern und Verzögerungen zu reduzieren".

Die Video-Schiedsrichter (VAR) sollen künftig auch Eckball-Entscheidungen sowie die zweite Verwarnung bei einer Gelb-Roten Karte überprüfen können. Bisher dürfen nur Tore, Strafstöße, Rote Karten und mögliche Verwechslungen bei Platzverweisen überprüft werden.

Vorgeschlagen wurde auch eine Zehn-Sekunden-Frist für Spieler beim Auswechsel-Vorgang. Die Acht-Sekunden-Vorgabe, die bisher bei Torhütern gilt, soll künftig auf Einwürfe und Abstöße erweitert werden. Außerdem sollen künftig Spieler, die auf dem Platz medizinisch behandelt werden, das Spielfeld verlassen und für einen festgelegten Zeitraum nicht zurückkehren dürfen.

Weitere Tests bei Abseitsthematik

Beim strittigen Thema Abseits vereinbarte das Board unter Vorsitz des Walisers Noel Mooney, "mit Tests fortzufahren. Es wurden weitere Updates zu Entwicklungen in der halbautomatisierten Abseitstechnologie (SAOT) sowie zum laufenden, von der FIFA geleiteten Test des Football Video Support (FVS) bereitgestellt", hieß es nach der Sitzung.

Beides sei "erfolgreich bei FIFA-Turnieren und in einer Reihe nationaler Wettbewerbe implementiert" gewesen. Zudem sprachen sich die Regelhüter für die Verwendung von Körperkameras bei Schiedsrichtern aus.

Die Vorschläge müssen auf der IFAB-Generalversammlung am 28. Februar in Wales abgesegnet werden. Für Neuerungen in den Regeln braucht es eine Dreiviertelmehrheit der Mitglieder.