Zverev war im Finale "sehr nervös"
Der 29-Jährige führte aus: "Es war die stressigste Woche, die ich in meinem Leben je hatte, da bin ich ehrlich. Auf einmal bin ich haushoher Favorit bei diesem Turnier, was ich noch nie bei einem Grand Slam war. Ich wusste, dass wenn ich gutes Tennis zeigen kann, dass ich das Turnier wirklich gewinnen kann und gewinnen muss." Alexander Zverev meinte: "Ich habe das unglaublich gemanagt bis zum Finale."
Dort sei er im Spiel gegen den Italiener Flavio Cobolli "sehr nervös" und "angespannt" gewesen. "Aber auch dort habe ich in den wichtigen Momenten dann mein bestes Tennis gezeigt", sagte Zverev, der das Match gegen den Italiener in fünf Sätzen (6:1, 4:6, 6:4, 6:7, 6:1) gewann.

Ist damit der Knoten oder eine "mentale Blockade" nun geplatzt? "Ich muss zu einem anderen Turnier kommen, um zu sagen, wie das Gefühl ist", sagte Zverev: "Ich glaube aber schon, dass es im Kopf so sein wird, weil auch wenn ich jetzt ein Grand-Slam-Finale gegen Sinner oder Alcaraz spiele und es läuft nicht für mich, dann weiß ich, dass ich schon eins gewonnen habe. Das kann mir niemand mehr wegnehmen."
Zverev war nach dem frühen und völlig überraschenden Aus von Jannik Sinner und der anschließenden Niederlage von Novak Djokovic in Roland Garros schnell zum Favoriten aufgestiegen. Titelverteidiger Carlos Alcaraz war wegen einer Verletzung in Paris erst gar nicht angetreten, auf dem Weg zum Titel war Zverev keinem Spieler aus den Top 10 der Weltrangliste begegnet.
