American Dreams: Das geschah in der deutschen WM-Nacht

Die Niederlande siegte zwar gegen Tunesien, zufrieden war Oranje dennoch nicht
Die Niederlande siegte zwar gegen Tunesien, zufrieden war Oranje dennoch nichtFoto von HAKAN AKGUN / ANADOLU / ANADOLU VIA AFP

DEUTSCHLAND: Die Rechnung ist ein bisschen einfacher geworden. Denn die Zahl der potenziellen Gegner der deutschen Mannschaft im Sechzehntelfinale hat sich auf vier reduziert: Nach dem Ende der Vorrunde in den Gruppen A, B, C, D und F kommen als mögliche Gegner nur noch Südkorea (A), Schottland (C), Paraguay (D) und Schweden (F) infrage. Von den vier möglichen Gegnern hat derzeit nur Schweden einen Platz unter den acht besten Gruppendritten sicher.

NIEDERLANDE: Wieder Fan-Party in Oranje, dazu locker weiter - doch vollends überzeugt war Bondscoach Ronald Koeman noch nicht. "Solche schlampigen Momente dürfen nicht passieren", monierte der 63-Jährige nach dem 3:1 (2:0)-Sieg der Niederlande zum Gruppenabschluss gegen Tunesien. Gegen einen "stärkeren Gegner" wie Marokko in der nächsten Runde "kann dich das den Kopf kosten. Und das wollen wir vermeiden."

Zum Match-Center: Tunesien vs. Niederlande 

JAPAN: Hajime Moriyasu bat die Fußball-Großmacht Brasilien mit japanischer Höflichkeit um Verzeihung. Wen er denn für das stärkste Team halte, wurde der Nationaltrainer der "Blauen Samurai" gefragt. Die Antwort? "Ich würde sagen: Argentinien. Ich entschuldige mich bei Brasilien, dass ich das gesagt habe", erklärte Moriyasu, nachdem er mit Japan das Ticket für das WM-Sechzehntelfinale durch ein 1:1 (0:0) gegen Schweden gelöst hatte. Schweden ist als Dritter sicher in der K.o.-Runde.

Zum Match-Center: Japan vs. Schweden

CURACAO: Wie geht's weiter? Dick Advocaat hat nach dem WM-Aus mit Außenseiter Curacao seine Zukunft als Coach der "Blauen Welle" offengelassen. Er habe "noch keine Minute" über die Zeit nach dem Turnier nachgedacht, betonte er nach 0:2 (0:1) gegen die Elfenbeinküste: "Ich war auf das Spiel und die WM konzentriert. Ich wollte das beste Ergebnis bei diesem Turnier für uns herausholen." Geht's nach seinen Spielern, soll der 71-Jährige bleiben.

Zum Match-Center: Curacao vs. Elfenbeinküste

AUSTRALIEN: Kein Sieger, trotzdem ein Gewinner. In einem über weite Strecken ereignislosen Duell mit Paraguay ist Australien als Zweiter der Gruppe D in die K.o.-Phase eingezogen. Der Mannschaft von Trainer Tony Popovic reichte dafür in Santa Clara ein fades 0:0. Paraguay, möglicher deutscher Gegner im Sechzehntelfinale, hat gute Chancen, als einer von acht Gruppendritten weiterzukommen. Höhepunkt des Spiels: Während einer Trinkpause wurde auf den Videowand ein Zuschauer gezeigt, der Bier aus einem Schuh auf ex trank - der Rest des Publikums jubelte.

Zum Match-Center: Paraguay vs. Australien

USA: Lange Gesichter gab's dafür bei den Hollywood-Stars wie Brad Pitt oder Leonardo Di Caprio: Vor dem Start der K.o.-Runde, in der sie am Mittwoch (Ortszeit) auf Bosnien und Herzegowina treffen, kassierten die USA einen Stimmungsdämpfer. Die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino verlor nach einer Mega-Rotation ihr sportlich bedeutungsloses drittes Gruppenspiel 2:3 (1:2) gegen die Türkei und verpasste eine makellose Gruppenphase. Die Fans hielt es trotzdem nicht davon ab, voller Inbrunst das neu entdeckte "Country Roads" zu singen.

Zum Match-Center: Türkei vs. USA

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