Im Mock Draft, den Prognosen verschiedenster Experten für die zu erwartende Reihenfolge bei der Verteilung der NBA-Talente auf die 30 Klubs, ist Steinbach Top-15-Kandidat. Zu sehr will sich der 20-Jährige damit nicht beschäftigen. "Ich habe versucht, sehr, sehr wenig reinzugucken, weil es Extradruck produziert", sagte Steinbach zuletzt im KBJ Podcast, er habe sich vorgenommen, "es möglichst auszublenden".
Wie 72 andere Nachwuchshoffnungen wurde Steinbach, der zuletzt am College für die Washington Huskies spielte, zur Combine in Chicago (10. bis 17. Mai) eingeladen. Dort gilt es, mit Blick auf den Draft Werbung für sich zu betreiben.
Neben Steinbach: Kayil bereits mit US-Plan
In Christian Anderson (Texas Tech) und Jack Kayil (Alba Berlin) stehen zwei weitere Deutsche auf der Liste. Dass Kayil, bester Nachwuchsspieler der BBL-Saison, teilnehmen wird, ist allerdings unwahrscheinlich. "Er wird dort nicht hingehen. Er steht bei uns unter Vertrag. Und so wie sich Jack bisher verhalten hat, bin ich mir sicher, dass er den auch nicht brechen wird", hatte Alba-Sportdirektor Himar Ojeda zuletzt der Bild-Zeitung gesagt. Die Berliner ließen eine SID-Anfrage zu einer möglichen USA-Reise unbeantwortet.
Kayil wird Alba im Sommer definitiv verlassen, auch ungedraftet. "Es geht auf jeden Fall nach Amerika. Die Option in die NBA zu gehen, ist da. Falls das nichts wird, habe ich mich für die University of Gonzaga entschieden", sagte der 20-Jährige in der Doku-Reihe ATHLETES.
Anderson ist laut Mock Draft ein Erstrunden-, Kayil ein später Zweitrunden-Kandidat. Dass völlig unklar ist, wo es am Ende hingehen wird, findet Steinbach "schon heftig. Man weiß natürlich überhaupt nichts." Er müsse "immer mal realisieren, wie krass es ist. Vor zwei Jahren hab ich nicht mal richtig BBL gespielt. Jetzt bin ich beim Combine dabei. Es ist eine coole Zeit, sehr aufregend."
Der Draft findet am 23. und 24. Juni im Barclays Center in Brooklyn statt, in zwei Runden werden insgesamt 60 Spieler ausgewählt.
