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Den Unkenrufen zum Trotz – Nächster WM-EInsatz für "Stehaufmännchen" Zwayer

Zwayer wird das Spiel DR Kongo vs. Usbekistan leiten
Zwayer wird das Spiel DR Kongo vs. Usbekistan leitenFran Santiago / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP / Profimedia

Der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer pfeift zum zweiten Mal bei einer Fußball-Weltmeisterschaft. Diesmal geht sein Einsatz hoffentlich ohne Behandlungspause über die Bühne.

Das Stehaufmännchen Felix Zwayer erweist sich bei der Weltmeisterschaft als echter Wadenbeißer. Obwohl der deutsche Schiedsrichter bei seinem WM-Debüt am vergangenen Freitag wegen seiner Behandlungspause für mächtig Aufsehen gesorgt hatte und Jürgen Klopp kräftig unkte, darf der Berliner zum Ende der Vorrunde ein zweites Mal ran. Zwayer pfeift am Sonntag (01:00 MESZ/MagentaTV) in Atlanta die Partie zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Usbekistan.

Verletzungspause sorgt für Klopps Häme

Zur großen Freude des 45-Jährigen erdreistete es sich der Weltverband FIFA mit der Ansetzung sogar, den deutschen Chef-Experten zu widerlegen. 

"Was muss ein Schiedsrichter tun, um weitere Spiele zu bekommen? Ich würde jetzt einfach mal annehmen, dass das natürlich nichts dazu beiträgt", hatte Klopp bei MagentaTV gesagt – und damit negative Folgen für Zwayer aufgrund dessen Fehltritts in den Raum gestellt.

Klopp hat Zwayers Leistung öffentlich in Frage gestellt
Klopp hat Zwayers Leistung öffentlich in Frage gestelltČTK / imago sportfotodienst / Markus Ulmer

Zwayer war während der Partie zwischen Gastgeber USA und Australien (2:0) vor 69.000 Zuschauern im Lumen Field in Seattle unfreiwillig in den Mittelpunkt geraten.

Der Referee musste versorgt werden, nachdem er zu Boden gesunken war. Letztlich konnte Zwayer nach ein paar Waden-Dehnungen unter dem Beifall der Fans die Begegnung jedoch zu Ende bringen.

Ein Krampf setzte Zwayer kurzzeitig außer Gefecht
Ein Krampf setzte Zwayer kurzzeitig außer GefechtStringersHub / Sipa USA / Profimedia

DFB-Schiriboss lobt Zwayer

Zwei Tage später kam die Entwarnung. "Felix ist untersucht und wohlauf", sagte der deutsche Schiedsrichterchef Knut Kircher dem SID. Bei der Verletzung habe es sich laut Kircher um "eine Muskelkontraktion auf Basis einer unnormalen Bewegung" gehandelt: "Es geht ihm gut und er kann weiter im Turnier bleiben, was uns und ihn sehr freut."

Kircher freut sich für Zwayer
Kircher freut sich für ZwayerČTK / imago sportfotodienst / Jürgen Kessler

Zwayer ist der einzige deutsche Unparteiische bei der Endrunde. Er wird von seinen Assistenten Robert Kempter und Christian Dietz an der Seitenlinie unterstützt. Als Vierter Offizieller wird am Sonntag der Spanier Alejandro Hernandez fungieren. Das Spiel hat durchaus Brisanz, da beide Mannschaften in ihrem abschließenden Gruppenspiel noch um den Einzug ins Sechzehntelfinale kämpfen.

Die WM-Teilnahme ist Zwayers Karriere-Höhepunkt. Bei der Heim-EM vor zwei Jahren durfte der Immobilienkaufmann vier Partien leiten. Nach seiner WM-Premiere wurde Zwayer trotz der Behandlungspause von seinem Chef gelobt. "Felix hatte mit seinem ersten WM-Spiel einiges an Arbeit zu verrichten", bewertete Kircher den Auftritt seines Schützlings: "Er hat das gut gemacht inklusive VAR-Support."

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